Ermittlungen in Frankreich: Elon Musks X-Plattform unter Beschuss
In einem aufsehenerregenden Schritt hat sich Elon Musks Online-Plattform X vehement gegen die jüngsten Anschuldigungen aus Frankreich zur Wehr gesetzt. Die Pariser Staatsanwaltschaft, die das Unternehmen gründlich unter die Lupe genommen hat, hat nun Vorladungen für Musk und die frühere X-Geschäftsführerin Linda Yaccarino für Anhörungen im April in die französische Hauptstadt verschickt. Musk bezeichnete die Vorgänge auf X als eine "politische Attacke".
Bereits seit einem Jahr ermitteln die französischen Behörden gegen X unter dem Verdacht, die Algorithmen des sozialen Netzwerks könnten manipuliert worden sein, um radikalen Inhalten mehr Raum zu geben. Hinzugekommen sind neuerdings Vorwürfe hinsichtlich Holocaustleugnung sowie die Erstellung anstößiger und gefälschter Bilder durch den KI-Chatbot Grok. Diese sogenannten Deepfakes sind eine Innovation der künstlichen Intelligenz, die reale visuellen und akustischen Inhalte simulieren, obwohl sie künstlich erzeugt wurden.
In einer Antwort auf die Ermittlungen bezeichnete X die Anschuldigungen als "unbegründet" und betonte, dass das Unternehmen keinerlei Fehlverhalten begangen habe. Man warnte, dass die Untersuchung die Redefreiheit bedrohe, und bekräftigte die Absicht, sowohl die eigenen Grundrechte als auch die der Nutzer zu verteidigen. Elon Musk ist für seine politisch rechten Ansichten bekannt und kritisiert regelmäßig die seiner Meinung nach zu restriktiven Redefreiheitsstandards in Europa. Unterstützung erhielt er hierbei teilweise vom US-amerikanischen Vizepräsidenten JD Vance.

