Ermittlungen gegen rechtsextreme Teenager: Gefährdung der Demokratie im Fokus
Die jüngste Operation der Strafverfolgungsbehörden gegen eine mutmaßlich rechtsextreme Terrorgruppe unterstreicht die aktuelle Einschätzung des neuen Bundesinnenministers zur Sicherheitslage in Deutschland. Nur einen Tag, bevor fünf Verdächtige festgenommen wurden, bezeichnete Alexander Dobrindt auf der Pressekonferenz zur Jahresstatistik der politisch motivierten Kriminalität den Rechtsextremismus als die "größte Gefährdung für die Demokratie" des Landes.
Besonders besorgniserregend ist die Altersstruktur der Tatverdächtigen. Fast 14 Jahre nach der Zerschlagung des NSU, der als rechtsextreme Mordbande in die Geschichtsbücher einging, sind es jetzt Teenager zwischen 14 und 18 Jahren, die dem Vorwurf zufolge als Teil der Neonazi-Gruppierung "Letzte Verteidigungswelle" Anschläge gegen Migranten und Linke verüben wollten. Ihr Ziel soll es gewesen sein, die demokratische Struktur der Bundesrepublik zu destabilisieren.
Die Situation wirft ein intensives Licht auf die Herausforderungen, vor denen die deutsche Gesellschaft steht. Die Frage, wie Jugendliche zu solch radikalem Gedankengut gelangen und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um Extremismus zu verhindern, rückt mehr denn je ins Zentrum der Diskussion.

