Erfolgreiche Gesprächsrunde in Miami: Hoffnungsschimmer für Ukraine-Friedenslösung
Die jüngsten Gespräche in Miami über eine Friedenslösung für den Ukraine-Krieg haben offenbar positiv gewirkt, auch wenn konkrete Details oder Fortschritte momentan ausbleiben. An den Verhandlungen, die das ganze Wochenende andauerten, nahmen Delegationen aus den USA, Russland, der Ukraine und Europa in verschiedenen Besetzungen teil. Ziel war es, die amerikanischen Verhandlungsführer über die jüngst in Berlin geführten Gespräche mit Vertretern Russlands zu informieren.
Für Deutschland nahm Günter Sautter, außenpolitischer Berater von Kanzler Friedrich Merz, an den Gesprächen teil. Trotz eines regen Austauschs scheinen direkte Gespräche mit der russischen Seite nicht stattgefunden zu haben. Bereits am Samstag kehrte Sautter nach Deutschland zurück.
Konstruktive Gespräche und vorsichtiger Optimismus herrschten auf der russischen Seite vor, wie der Unterhändler Kirill Dmitrijew verlauten ließ. Auf US-amerikanischer Seite waren Steve Witkoff und Jared Kushner maßgebliche Teilnehmer. Der ukrainische Sicherheitsratsekretär Rustem Umjerow zeigte sich zuversichtlich und äußerte die Hoffnung auf weitere Fortschritte nach den Gesprächen mit den amerikanischen Unterhändlern auf Telegram.
Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte die gemeinsame Absicht, weitere Verhandlungen mit den europäischen Partnern zu führen. Nach einem Treffen mit Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre äußerte er den Wunsch, die diplomatischen Bemühungen im großen Kreis fortzusetzen.
Indes zeigte sich Kremlchef Wladimir Putin offen für ein bilaterales Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, um die Verhandlungen fortzusetzen. Macron hob den Nutzen solcher Gespräche für Europa und die Ukraine hervor und betonte, wie wichtig es sei, Russland direkt in Diskussionsprozesse einzubinden.
Unterdessen lobte Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Bemühungen von Donald Trump, der seiner Meinung nach maßgeblich dazu beitragen kann, Russland an den Verhandlungstisch zu bringen. Sorgen über einen möglichen Rückzug der USA aus der Unterstützung der Ukraine wies Rutte entschieden zurück.

