Ende der Konjunkturflaute in Sicht: Bundesbank sieht Lichtblicke
Die Bundesbank deutet in ihrem neuesten Monatsbericht Anzeichen für ein Ende der konjunkturellen Schwächephase in Deutschland an. Nach einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal könnte sich die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal wieder leicht erhöhen. Im Frühjahr hatte das BIP einen Rückgang verzeichnet.
Trotz der unerfreulichen Wettbewerbsbedingungen profitiert die deutsche Industrie bislang nur eingeschränkt von der moderaten Expansion der globalen Wirtschaft. Kurzfristige Impulse von der Auslandsnachfrage, insbesondere bedingt durch die US-amerikanische Zollpolitik, sind nicht zu erwarten. Dennoch könnte laut Bundesbank eine Stabilisierung von Industrie und Exporten gelingen.
Erfreuliche Wachstumsimpulse könnten im Schlussquartal 2025 aus der Dienstleistungsbranche kommen, auch wenn die konsumnahen Sektoren nicht inbegriffen sind. Die gedämpften Arbeitsmarktaussichten bremsen den privaten Konsum aus. Zusätzlich sorgt die leicht ansteigende Inflation nicht gerade für gesteigerte Kauflaune seitens der Verbraucher.
Die Teuerungsrate wird laut Expertenmeinung in den kommenden Monaten durch Basiseffekte vorübergehend steigen. Im Oktober lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Dienstleistungen haben sich merklich verteuert, während der Anstieg der Lebensmittelpreise im Vergleich zu den vorhergehenden Monaten bereits etwas abgebremst ist.

