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Milliarden-Deal mit Trump: Der schmutzige Windkraft-Exit von TotalEnergies

26. März 2026, 17:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Milliarden-Deal mit Trump: Der schmutzige Windkraft-Exit von TotalEnergies
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Donald Trump zahlt TotalEnergies eine Milliarde Dollar für den Windkraft-Stopp. Erfahren Sie alles über die Hintergründe des schmutzigen Energie-Deals.
Donald Trump kauft die Energiewende in den USA kurzerhand auf. Mit einer Rekordzahlung von einer Milliarde Dollar bewegt das Weiße Haus den französischen Energieriesen TotalEnergies dazu, seine Offshore-Windprojekte im Keim zu ersticken. Statt

In den Hinterzimmern der US-Energiepolitik wurde ein Deal geschmiedet, der die strategische Ausrichtung der größten Volkswirtschaft der Welt für Jahrzehnte zementieren könnte. TotalEnergies, einer der aggressivsten Verfechter der europäischen Energiewende, kapituliert vor dem massiven politischen Druck aus Washington. Für die stolze Summe von einer Milliarde US-Dollar zieht sich der Konzern aus dem US-Windmarkt zurück. Es ist kein gewöhnlicher Verkauf, sondern eine staatlich finanzierte Entschädigung für den Verzicht auf Fortschritt.

Donald Trumps Feldzug gegen die Windkraft erreicht damit eine neue Eskalationsstufe: Er bezahlt Konzerne buchstäblich dafür, keine saubere Energie zu produzieren. Während Europa und insbesondere Deutschland den Anteil erneuerbarer Energien massiv ausbauen, zementieren die USA unter Trump ihre Abhängigkeit von Gas und Öl. Der Deal markiert das Ende einer Ära, in der europäische Konzerne hofften, den „Green New Deal“ in Amerika mitzugestalten.

TotalEnergies tauscht Windräder gegen massiven Ausbau von Fracking-Gas

Die Logik hinter dem Rückzug ist so simpel wie erschreckend. TotalEnergies-Chef Patrick Pouyanné macht keinen Hehl daraus, dass sich die Prioritäten verschoben haben. „Da die Entwicklung von Offshore-Windprojekten nicht im nationalen Interesse liegt, haben wir beschlossen, auf die Entwicklung von Offshore-Windparks in den USA zu verzichten“, so Pouyanné. Im Gegenzug erhält der Konzern die bereits gezahlten Pachtgebühren in Höhe von einer Milliarde Dollar zurückerstattet.

Doch das Geld fließt nicht etwa in grüne Projekte in Europa, sondern bleibt direkt im fossilen Sektor der USA. Die zurückerstatteten Leasinggebühren werden umgehend in die gigantische LNG-Anlage „Rio Grande“ reinvestiert, die jährlich 29 Millionen Tonnen Flüssiggas produzieren soll. Damit unterstützt TotalEnergies aktiv den von Trump forcierten Ausbau der US-Gasproduktion und den Export auf den Weltmarkt.

Es ist eine strategische Kehrtwende um 180 Grad. Statt auf dem Meer Wind zu ernten, setzt TotalEnergies nun wieder voll auf die Förderung und Verflüssigung von Erdgas. Für den Konzern ist es ein lukrativer Befreiungsschlag: Man entgeht dem politischen Sperrfeuer in Washington und lässt sich den Ausstieg aus unrentabel gewordenen Projekten auch noch vergolden.

Die USA verharren im fossilen Zeitalter während Europa davoneilt

Der Vergleich der Strommix-Daten offenbart die tiefe Kluft zwischen den Kontinenten. Während in den USA lediglich 17 Prozent der Stromerzeugung aus Wind und Sonne stammen, hat Deutschland bereits die 60-Prozent-Marke geknackt. Auf EU-Ebene liegt der Anteil erneuerbarer Quellen sogar bei 71 Prozent. Trumps Milliarden-Deal mit TotalEnergies sorgt dafür, dass dieser Rückstand der USA nicht nur bleibt, sondern sich weiter vergrößert.

Die politische Signalwirkung ist verheerend. Wenn ein Weltmarktführer wie TotalEnergies öffentlich erklärt, dass Windkraft „nicht im nationalen Interesse“ der USA liege, schreckt das potenzielle Investoren weltweit ab. Trump nutzt die Staatskasse als Hebel, um den Ausbau der Erneuerbaren aktiv zu sabotieren und stattdessen die heimische Öl- und Gasindustrie zu päppeln.

Für den Klimaschutz bedeutet dies eine Katastrophe: Statt die Emissionen im Stromsektor zu senken, setzen die USA auf eine massive Ausweitung der Gasexporte. Das LNG aus Texas soll künftig die Weltmärkte schwemmen – oft als „saubere“ Brückentechnologie deklariert, faktisch aber eine Verlängerung des fossilen Zeitalters.

Investoren feiern den fossilen Schwenk der französischen Dividendenperle

An der Börse wird der Deal mit Erleichterung aufgenommen. Die Aktie von TotalEnergies reagierte positiv auf die Nachricht, da die Unsicherheit über die US-Projekte nun verflogen ist. Anstatt Milliarden in riskante Offshore-Windparks zu versenken, die unter einer Trump-Regierung ohnehin kaum Genehmigungsverfahren überstanden hätten, nimmt der Konzern die Entschädigung dankend an.

Die Strategie ist klar: TotalEnergies konzentriert sich in den USA künftig auf das, was sicher Geld bringt – Öl und Gas. Die „Dividendenperle“ bleibt für Anleger attraktiv, da die Cashflows aus den LNG-Projekten deutlich besser kalkulierbar sind als die politischen Risiken der Windenergie. Mit einem Stop-Loss bei 55,00 Euro bleibt die Aktie eine Empfehlung für Investoren, die auf die fossile Renaissance unter Trump setzen wollen.

Letztlich zeigt der Fall TotalEnergies, dass im aktuellen politischen Klima der USA Ideale käuflich sind – für genau eine Milliarde Dollar.

Finanzen / Unternehmen / TotalEnergies / Windkraft / Fracking / Trump / Energiepolitik
[InvestmentWeek] · 26.03.2026 · 17:00 Uhr
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