Einigung bei der Deutschen Bahn: Tarifvertrag sichert Stabilität bis 2026
Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) haben erfolgreich einen Tarifvertrag für rund 192.000 Mitarbeiter abgeschlossen. Für Bahnreisende bedeutet dies eine Verschnaufpause, denn der nächste Warnstreik ist frühestens im März 2026 zu erwarten.
In intensiven Verhandlungen seit Mittwoch in Berlin haben sowohl die Bahn als auch die Gewerkschaft Einigkeit erzielt, noch vor den Bundestagswahlen eine Lösung zu präsentieren. Trotz der bisherigen Verhandlungsharten - die EVG forderte höhere Löhne und mehr Ruhezeiten für Schichtarbeiter - bleibt unklar, inwieweit diese erfüllt wurden.
Mit dem Abschluss ohne einen einzigen Streik endeten die Verhandlungen, die noch bis Anfang des Jahres hätten scheitern können. Die Bahn konnte durch die rasche Einigung die Planungsunsicherheiten reduzieren und sich weiterhin auf ihre Sanierungsprojekte konzentrieren, um bis 2027 sowohl wirtschaftliche als auch operative Verbesserungen zu erzielen.
In diesem Kontext plant die Bahn umfangreiche Sanierungsmaßnahmen und strukturelle Anpassungen. Das Ziel ist, bis Ende 2027 den Anteil der pünktlich fahrenden Fernverkehrszüge auf 75 bis 80 Prozent zu steigern. Zugleich steht das marode Schienennetz bis 2030 vor einer grundlegenden Überholung, während die finanziellen Probleme innerhalb der Tochtergesellschaften, insbesondere DB Cargo, weiterhin bedeutende Herausforderungen darstellen.
In der Gegenüberstellung politischer Absichten stellt sich die Frage, inwieweit die aktuellen Pläne und Ziele der Deutschen Bahn unter einer möglichen unionsgeführten Regierung fortgesetzt werden - eine Unsicherheit, die auch die Gewerkschaft EVG besorgt beobachten dürfte.

