Ein Stimmungsumschwung in der Eurozone: Sentix-Index verliert an Boden
Die Erwartungen der Finanzmarktanalysten in der Eurozone haben kürzlich einen unerwarteten Rückschlag erlitten. Laut dem aktuellen Bericht des Analyseinstituts Sentix sank der Konjunkturindikator im August auf minus 3,7 Punkte, nachdem er zuvor bei plus 4,5 Punkten gelegen hatte. Diese Entwicklung markiert den ersten Rückgang des Stimmungsbarometers nach drei aufeinanderfolgenden Anstiegen.
Experten zeigten sich überrascht von diesem Einbruch, da sie einen weiteren Anstieg des Indikators erwartet hatten. Durchschnittlich waren sie von einem Wert von plus 6,9 Punkten ausgegangen. Das Analysehaus kommentierte, dass der jüngste Handelsdeal zwischen der EU und den USA von Investoren kritisch gesehen werde.
Der Rückgang im Stimmungsindikator fiel vor allem in Deutschland deutlich aus, wo er um mehr als 12 Punkte auf minus 12,8 Punkte sank. Auch in der Schweiz ist das Stimmungsbild negativ. Die neuen US-Zölle von 39 Prozent für Schweizer Produkte führten zu einem dramatischen Einbruch und einer Rezessionswarnung für die Schweizer Wirtschaft, wie die Sentix-Experten berichten.
Bundeskanzler Friedrich Merz, der kürzlich von einer positiven Trendwende in der Wirtschaft gesprochen hatte, muss sich nun eines Besseren belehren lassen.

