Ein schmeckbarer Herbst: Deutscher Weinbau blickt optimistisch auf 2025
Die Weinlese in Deutschlands Anbaugebieten war in diesem Jahr geprägt von einer ungewöhnlich frühen Reife der Trauben, gefolgt von langanhaltendem Regen. Trotz dieser Herausforderungen zeigt sich das Deutsche Weininstitut (DWI) zuversichtlich: Der kommende Jahrgang könnte herausragend werden, wie DWI-Sprecher Ernst Büscher angibt.
Die Winzer von Baden bis zum Rheingau haben ihre Trauben bereits eingeholt, während an Mosel, Mittelrhein, Nahe und Ahr noch etwa eine Woche gelesen wird. Auch in den Regionen Saale-Unstrut und Sachsen ist die Lese noch im vollen Gange. Besonders Burgunder- und Rotweinfans dürfen sich laut Büscher auf das Jahr 2025 freuen, da die Trauben von der Spätsommerwitterung erheblich profitierten und sich farb- sowie aromaintensiv präsentierten. Auch frühreife Sorten wie Müller-Thurgau erzielten durch das späte günstige Wetter beste Qualität.
Bezüglich der Erntemenge rechnet das DWI mit einer geringeren Ausbeute als zuvor erwartet. Dies sei auf kleinere Traubenbeeren und teils unterdurchschnittliche Mostausbeuten zurückzuführen. Dennoch zeigen sich die Investitionen in effiziente Traubenverarbeitung als kluge Wahl. Wie Büscher betont, wird eine schnelle Verarbeitung im Zuge der klimatischen Herausforderungen zunehmend unverzichtbar.

