Ein mysteriöser Vorfall auf hoher See: Frankreich enttarnt verdächtiges Schiff
Inmitten wiederholter Drohnenalarme in Dänemark erzielte die französische Armee einen bemerkenswerten Erfolg, als sie ein verdächtiges Schiff im Visier hatte und dabei zwei Personen festsetzte. France Info berichtete unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft, dass es sich um den Kapitän und den Ersten Offizier handelt. Die beiden konnten keine hinreichenden Nachweise über die Herkunft des Schiffes erbringen und folgten angeblich nicht den Anweisungen der Behörden.
Aufsehenerregend hierbei ist die Flagge, unter der das beschlagnahmte Schiff namens 'Boracay' fährt: Benin. In diesem Zusammenhang wird angenommen, dass es zur sogenannten russischen Schattenflotte gehört. Diese Flotte besteht aus Frachtschiffen, die Russland angeblich nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen, insbesondere in Bezug auf den Öltransport. Zudem geriet das Schiff in den Verdacht, ursächlich für Störungen an mehreren dänischen Flughäfen durch Drohnenbewegungen verantwortlich zu sein, insbesondere am Kopenhagener Flughafen und in anderen Teilen des Landes.
Zurzeit liegt der Tanker, auch bekannt als 'Pushpa', vor der westfranzösischen Küste. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen äußerte sich am Rande eines EU-Gipfels zurückhaltend zu den laufenden Ermittlungen und betonte lediglich die langjährigen Probleme mit der russischen Schattenflotte, insbesondere in der Ostsee.
Die Frage, wer tatsächlich hinter den Drohnenvorfällen steckt, bleibt weiterhin offen. Dänische Ermittler vermuten die Beteiligung eines erfahrenen Akteurs, der möglicherweise von einem Schiff aus operiert haben könnte, wie zum Beispiel eines der russischen Schattenflotte. Der russische Kreml hat Vorwürfe einer Beteiligung als unbegründet zurückgewiesen, doch der Verdacht bleibt bestehen.

