Drohnenalarm am Himmel: Flughafen Hannover vorübergehend lahmgelegt
Ein unerwarteter Zwischenfall am Himmel sorgte am Flughafen Hannover für Aufregung und temporäre Turbulenzen: Aufgrund einer Drohne in der näheren Umgebung wurde der Flugbetrieb am Abend für 45 Minuten ausgesetzt. Ein Pilot meldete die Sichtung des ungebetenen Fluggeräts unmittelbar vor dem Anflug, was zu einer raschen Entscheidung der Flughafenleitung führte, den Betrieb aus Sicherheitsgründen von 22.00 Uhr bis 22.45 Uhr zu unterbrechen.
Die Konsequenzen dieses Vorfalls ließen sich sofort spüren: Drei Flugzeuge mussten umgeleitet werden, während andere mit Verspätungen zu kämpfen hatten. Eine der betroffenen Maschinen, die ursprünglich aus Frankfurt kommend in Hannover landen sollte, wurde nach Hamburg umgeleitet – sehr zum Unmut der Passagiere, wie man annehmen darf. Eine Stellungnahme zur Situation ließ jedoch auf sich warten, da die Pressestelle des Flughafens vorerst keine Auskunft geben konnte.
Der Vorfall in Hannover folgt einer Reihe ähnlicher Drohnen-Sichtungen an Flughäfen in Deutschland. So wurde erst kürzlich der Flugbetrieb in Bremen und Berlin aufgrund ähnlicher Störungen ebenfalls eingeschränkt. Besonders in Flughafennähe stellen Drohnen eine erhebliche Gefährdung dar, weswegen ihr Einsatz in einem Umkreis von 1,5 Kilometern strengstens verboten ist. Solche Verstöße werden als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr betrachtet und entsprechend schwer geahndet.
Die Deutsche Flugsicherung berichtet, dass bis Ende August dieses Jahres bereits vier Vorfälle dieser Art an den Flughäfen Hannover und Bremen verzeichnet wurden. Diese erneuten Vorfälle mahnen zur Vorsicht und verdeutlichen das anhaltende Sicherheitsrisiko, das von unbemannten Fluggeräten ausgeht.

