DLSS Enabler: Die Community-Mod bringt DLSS 4.5 und Multi Frame Generation auf alle GPUs
Du gehörst nicht zu den glücklichen Besitzern einer brandneuen RTX-50-Serie, möchtest aber trotzdem in den Genuss von DLSS 4.5 und Multi Frame Generation kommen? Die Community hat die Lösung parat: DLSS Enabler zwingt Nvidias neueste Upscaling-Technik auf so gut wie jede DirectX-12-GPU – und das sogar auf AMD- und Intel-Karten. Was das Modding-Tool leistet, wo die Grenzen liegen und ob der Aufwand wirklich lohnt, schauen wir uns jetzt an.
Was genau macht DLSS Enabler?
DLSS Enabler ist ein Modding-Tool, das in die DLSS-Pipeline eingreift und sie um zusätzliche Funktionen erweitert. Das Tool fügt DLSS aber nicht in Spiele ein, die es gar nicht unterstützen – es setzt voraus, dass ein Spiel bereits nativ DLSS 2 oder DLSS 3 implementiert hat. Erst dann kannst du mit dem Enabler nachhelfen und Features freischalten, die deine Grafikkarte offiziell nicht bietet. Das betrifft insbesondere die Multi Frame Generation mit x3, x4, x5 und sogar x6-Modi. Aktuelle Versionen setzen dabei auf OptiScaler als einheitliche Upscaling-Lösung und kombinieren verschiedene Techniken miteinander.
So arbeitest du mit dem Tool
Für Einsteiger empfiehlt sich die stabile 3.x-Version, die über einen Installer verfügt. Du wählst einfach dein Spiel aus, lässt den Installer laufen und startest danach wie gewohnt. Für AMD- und Intel-GPUs sind zusätzlich ein paar REG-Dateien nötig, um Nvidias Signaturprüfungen zu umgehen. Die Tech Preview 4.x richtet sich dagegen an fortgeschrittene Nutzer. Hier musst du die DLL manuell umbenennen und in den Spielordner kopieren – die Modi reichen von dxgi.dll über version.dll bis winmm.dll. Danach öffnest du das Einstellungsmenü mit der Tilde-Taste. Wichtig: Alte Installationen solltest du vorher komplett entfernen, sonst gibt es Konflikte.
Lohnt sich der Umstieg?
Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die Mod-Seite selbst warnt davor, pauschale Performance-Versprechen zu machen. Ergebnisse schwanken stark je nach Spiel, Hardware und Einstellungen. Erste Demos zeigen aber, dass das Konzept funktioniert – auf Radeon RX 7900-Hardware wurden bereits 3x- und 4x-Multi Frame Generation über FSR 3.1 gezeigt. Gleichzeitig tauchen sichtbare Artefakte und schwächere Bewegungsqualität auf, besonders bei x3-MFG. Nvidia selbst gibt für natives DLSS 4.5 auf RTX-50-GPUs bis zu 35 Prozent mehr Bildrate beim Sprung von x4 auf x6 an. Diese Werte lassen sich aber nicht direkt auf den Enabler übertragen. Wer bereit ist zu experimentieren und die nötige Handarbeit nicht scheut, bekommt ein mächtiges Werkzeug – für Plug-and-Play-Fans ist es eher nichts.


