Diplomatische Spannungen nach israelischem Angriff auf Hamas in Katar
Die Kritik aus Washington ist deutlich: US-Präsident Donald Trump äußerte klar seinen Unmut über Israels überraschenden Angriff auf die Hamas-Führung in Katar. Trotz der engen Verbundenheit zum Golfstaat, wo dieser Angriff stattfand, bedauert Trump die Eskalation und zeigt sich enttäuscht über die Geschehnisse. Auch der UN-Sicherheitsrat wird sich in einer Dringlichkeitssitzung mit der Thematik auseinandersetzen.
Die Hamas, basierend in Doha, bezeichnete den Angriff als gescheitert. Zwar kamen sechs Menschen ums Leben, darunter der Sohn eines hochrangigen Hamas-Mitglieds, doch die Ziele der Attacke blieben unversehrt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen verteidigte die Aktion als "optimal und präzise" und begründete sie als Antwort auf jüngste tödliche Angriffe der Hamas in Jerusalem und im Gazastreifen.
Katar zeigt sich schockiert vom Angriff und wies Behauptungen, vorab informiert worden zu sein, energisch zurück. Die israelische Aktion stellt laut dem katarischen Außenministerium eine Missachtung internationaler Normen dar und gefährdet die Sicherheit der Bevölkerung.
Inzwischen ziehen sich die diplomatischen Wellen des Angriffs weiter, und Länder wie Deutschland und Großbritannien verurteilen den Bruch der katarischen Souveränität scharf. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte die Verletzung der territorialen Integrität, während der britische Premier Keir Starmer vor einer Eskalation warnte.
Vor dem Hintergrund der Entwicklungen erneuert Israel seine militärischen Bestrebungen im Gazastreifen. Die Bevölkerung der Stadt Gaza wurde zum Verlassen der Region aufgefordert, da das Militär plant, die Kontrolle zu übernehmen – ein Schritt, der die Spannungen in der Region noch weiter erhöhen könnte.

