Digitalisierung trifft Bürgernähe: Das "Einfach machen"-Portal geht an den Start
Mit einem innovativen Ansatz zur Digitalisierung will die Bundesregierung das Feedback der Bürger und Unternehmen direkt in den Reformprozess der Verwaltung einbinden. Der neue Online-Service, treffend "Einfach machen" genannt, eröffnet eine Plattform, auf der die Bevölkerung ihre Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge an den Staat übermitteln kann. Dies soll sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch den Verwaltungsmitarbeitern die Möglichkeit geben, Probleme transparent aufzuzeigen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Karsten Wildberger, der Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, formulierte klar das Ziel: bestehende Hemmnisse aufzulösen und Prozesse zu vereinfachen. Die Konzeption des Portals wurde durch die enge Zusammenarbeit von Wildbergers Team mit der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und der Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas vorangetrieben.
Bereits in der Beta-Version beträgt das Budget lediglich einen „ganz niedrigen, einstelligen Millionenbereich“. Wildberger weist darauf hin, dass die Bürokratie über Jahre hinweg zu einem schwer beherrschbaren „Beton“ angewachsen sei – nun sei es an der Zeit, diese Hindernisse schrittweise abzubauen. Hierbei spielt auch die innovative Technologie eine große Rolle: Machine Learning und Künstliche Intelligenz helfen dabei, eingehendes Feedback effizient auszuwerten und zu priorisieren. Der Prozess wird aktuell teils manuell und ab 2026 zunehmend automatisiert ablaufen, dabei aber stets höchsten Sicherheitsstandards genügen.

