Diageo kämpft mit Herausforderungen in den USA und China: Umsatzprognose gesenkt
Der renommierte britische Spirituosenhersteller Diageo, bekannt für Marken wie Johnnie Walker und Guinness, sieht sich mit erschwerten Bedingungen in zwei Schlüsselregionen konfrontiert. In China macht das Unternehmen die verschärfte Haltung Pekings gegenüber Alkohol zum Problem, während in den USA die nachlassende Konsumlaune der Verbraucher spürbar ist. Dies führt dazu, dass das ursprünglich angestrebte organische Umsatzwachstum für das laufende Geschäftsjahr durch Übergangschef Nik Jhangiani nicht mehr erreichbar scheint.
Die Prognose: Ein Umsatz auf Vorjahresniveau oder gar darunter. Trotz der Herausforderungen bleibt Diageo nicht untätig. Das Unternehmen plant, am operativen Gewinn Anpassungen vorzunehmen, doch wird nun ein niedriges bis mittleres einstelliges Wachstum erwartet. Ursprünglich hatte man hier mit einem Zuwachs im mittleren einstelligen Bereich gerechnet. Dies, obwohl bereits erhöhte Zollkosten in den USA von 200 Millionen Dollar eingepreist sind.
Jhangiani selbst zeigt sich unzufrieden mit der aktuellen Leistung und hat zur Kostensenkung im Sommer einen verschärften Sparkurs angekündigt. Einen Dämpfer gab es auch im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26: Der Umsatz fiel bedingt durch Unternehmensverkäufe um 2,2 Prozent auf knapp 4,9 Milliarden US-Dollar. Analystenerwartungen lagen hier sogar bei einem höheren organischen Rückgang.
Besonders ausgeprägt sind die Rückgänge in den USA und China, wo die Politik die Spielregeln für den Alkoholkonsum teils drastisch verändert hat. Der in China beliebte Schnaps „Baijiu“ ist bei offiziellen Anlässen zunehmend verboten, was sich merklich auf den Absatz niederschlägt.

