DHL-Aktien fallen nach Bewertungskorrektur durch Kepler Cheuvreux
Die Aktien von DHL fanden sich am Freitag nach einer Bewertungskorrektur durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux unter den schwächsten Titeln im Dax wieder. Sie verbuchten am Nachmittag einen Rückgang von 2 Prozent auf 39,75 Euro, während der deutsche Leitindex nahezu konstant blieb. Einzig die Commerzbank-Aktien performten an diesem Tag noch schlechter.
Kepler Cheuvreux äußerte Zweifel an DHLs Zielsetzung, bis 2025 ein operatives Ergebnis von über sechs Milliarden Euro zu erreichen. Angesichts wirtschaftlicher Gegenwinde wird das Ziel nun auf 5,9 Milliarden Euro korrigiert. Nach der zuletzt starken Performance von DHL-Aktien erscheinen den Analysten die Perspektiven des dänischen Wettbewerbers DSV attraktiver. Folglich wurde die Kaufempfehlung für DHL zurückgezogen, das Kursziel von 43 Euro wird jetzt lediglich mit 'Hold' bewertet.
Darüber hinaus gab DHL bekannt, aufgrund geänderter Zollregelungen den Paketversand von Deutschland in die USA einzuschränken. Vorerst werden nur noch Geschenksendungen im Wert von bis zu 100 US-Dollar transportiert. Wertvollere Sendungen müssen ab Samstag als kostenintensivere Expresssendungen aufgegeben werden. Diese Regelung gilt für Geschäftskunden ab dem darauf folgenden Dienstag.
Der Kursrückgang beförderte die DHL-Aktien unter die wichtige 21-Tage-Linie, ein kurzfristiger Trendindikator. Auch die 50-Tage-Linie, die mittelfristige Entwicklungen anzeigt, gerät ins Wanken. Dennoch bleibt seit Anfang des Jahres ein Kursgewinn von 17 Prozent bestehen.

