Deutschlandticket im Fokus: Al-Wazir fordert Einbeziehung in Tarifverhandlungen
Der grüne Verkehrspolitiker Tarek Al-Wazir plädiert dafür, das Deutschlandticket in die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften zu integrieren. Zudem drängt er auf ein schnelles Übereinkommen der Bundesregierung mit den Ländern für ein ermäßigtes Azubi- und Sozialticket. Al-Wazir betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass mehr Kundinnen und Kunden nicht nur der Umwelt und dem Klima zugutekämen, sondern auch zur Entlastung überfüllter Innenstädte beitragen und das Deutschlandticket langfristig erschwinglich halten würden.
Die finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets bis 2030 steht heute im Bundestag zur Abstimmung und benötigt auch die Zustimmung des Bundesrates. Um Einnahmeausfälle der Verkehrsunternehmen abzufedern, haben Bund und Länder vereinbart, bis 2030 jeweils 1,5 Milliarden Euro bereitzustellen, da das Deutschlandticket kostengünstiger als bestehende Abonnements ist.
Arbeitgeber können das Ticket als Jobticket anbieten; durch einen Zuschuss reduziert sich der Preis für Beschäftigte. Aktuell liegt der Preis bei maximal 40,60 Euro monatlich.
Al-Wazir hob hervor, dass die Befristung endlich entfallen sei und dies sowohl für Bestands- als auch Neukunden im ÖPNV die nötige Sicherheit bringe. Allerdings sieht er die Gefahr, dass ohne eine Erhöhung der Nutzerzahlen die Ticketpreise ab 2026 steigen könnten, da der Bundes- und Länderzuschuss begrenzt ist.
Zum 1. Januar 2026 soll der Preis des deutschlandweit gültigen Tickets von derzeit 58 Euro auf 63 Euro im Monat steigen. Ab 2027 wird der Preis anhand eines Indexes festgelegt, der Personal-, Energie- und allgemeine Kostensteigerungen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren berücksichtigt.

