Deutsche Umwelthilfe (DUH) legt Einwendung gegen geplantes LNG-Terminal ein
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat offiziell Einwendung gegen das geplante LNG-Terminal auf Rügen eingelegt und die Bundesregierung aufgefordert, das Projekt zu stoppen. In den Antragsunterlagen, die für das Projekt eingereicht wurden, wurden Analysen und Gutachten entweder unvollständig oder gar nicht vorgelegt.
Die Kritik der DUH richtet sich vor allem gegen die Betreiberfirma Deutsche Regas, die es versäumt hat, Gefährdungsszenarien systematisch zu ermitteln. Auch die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Minimierung von Risiken sind laut der DUH lückenhaft. "Die Antragsunterlagen sind hier ganz offensichtlich nachlässig erstellt worden", so Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. Dies sei besonders erschreckend, da die beiden Terminalschiffe als Störfallbetriebe der oberen Klasse eingestuft werden und sich in unmittelbarer Nähe mehrerer Naturschutzgebiete sowie eines hochfrequentierten Fähranlegers befinden sollen. Die Bundesregierung müsse aus dieser Fehlplanung Konsequenzen ziehen und das Projekt zum Schutz der Bevölkerung und der Natur absagen.
Die Einwendung der DUH wurde im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens für das Flüssigerdgas-Terminal eingereicht. Ob diese Einwendung berücksichtigt wird, bleibt abzuwarten. Müller-Kraenner äußerte sich jedoch skeptisch und erwartet keine positive Überraschung. Sollte die Einwendung nicht beachtet werden, behält sich die DUH vor, Klage einzureichen. Zuständig wäre in diesem Fall das Bundesverwaltungsgericht. (eulerpool-AFX)

