Deutsche Staatsanleihen profitieren von schwachem Einkaufsmanagerindex
Die jüngsten Entwicklungen auf dem deutschen Anleihemarkt zeigen eine positive Wendung für Staatsanleihen, die am Donnerstagvormittag deutliche Gewinne verzeichneten. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future erholte sich von seinem frühen Kursrückgang und stieg um 0,13 Prozent auf 129,83 Punkte. Zuvor hatte er im morgendlichen Handel noch ein Tief von 129,56 Punkten erreicht.
Auslöser für diesen Anstieg war der überraschend schwache Einkaufsmanagerindex (EMI) für Deutschland, ermittelt von S&P, der im Mai unter die kritische Expansionsschwelle von 50 Punkten fiel. Analysten und Experten hatten nach einem signifikanten Einbruch im April eine leichte Verbesserung des Index erwartet und wurden nun von den aktuellen Zahlen enttäuscht.
Die Entwicklung des EMIs gilt als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität und beeinflusst entsprechend die Finanzmärkte. Die unerwartete Abkühlung des wirtschaftlichen Umfelds könnte weitere Spekulationen über unterstützende geldpolitische Maßnahmen befeuern, was sich positiv auf die Kurse von Anleihen auswirken dürfte.

