Deutsche Pfandbriefbank: Zeit für eine Nachjustierung
Die Deutsche Pfandbriefbank, ein führender Gewerbeimmobilien-Finanzierer, steht nach einem kostspieligen Rückzug aus dem US-Markt weiterhin unter Druck. Der Vorstandsvorsitzende Kay Wolf hat angekündigt, die bisherigen Mittelfristziele aufgrund der schleppenden Erholung des Immobilienmarktes von 2027 auf frühestens 2028 zu verschieben. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bank tiefere Verluste als von Analysten prognostiziert, was die Erwartungen für 2026 trübt und zu einem Kursrutsch an der Börse führte.
Die Aktie der Pfandbriefbank verzeichnete zuletzt ein Minus von rund neun Prozent und markierte damit das Schlusslicht im SDax. Zeitweise war der Handelspreis so niedrig wie noch nie zuvor. Der Ausstieg aus dem US-Geschäft führte 2025 zu einem Verlust von 250 Millionen Euro vor Steuern, wie die Bank basierend auf vorläufigen Zahlen mitteilte.
Für 2026 plant Wolf nun einen bescheidenen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro, deutlich weniger als die von Branchenexperten erwarteten rund 130 Millionen. Auch für 2025 fiel das Minus höher aus als angenommen. Obwohl die Bank in den Jahren 2023 und 2024 vor Steuern jeweils um die 100 Millionen Euro verdiente, beeinträchtigte die Krise die Zahlen bereits damals.
Kay Wolf, der Anfang 2024 die Führung von Andreas Arndt übernahm, hatte die Mittelfristpläne seines Vorgängers bereits im selben Jahr angepasst und setzt nun nochmals bescheidenere Ziele. Wolf erläuterte, dass die Transformation der Bank mehr Zeit in Anspruch nimmt, als ursprünglich erwartet. Ohne signifikante Marktimpulse sei die Erreichung der strategischen Finanzziele vor 2028 unwahrscheinlich.
Die ambitionierten Pläne, die operativen Erträge auf 600 Millionen Euro und eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von acht Prozent zu erzielen, wurden auf Eis gelegt. Letztes Jahr sanken die operativen Erträge um über ein Fünftel auf 422 Millionen Euro und sollen in diesem Jahr zwischen 375 und 425 Millionen Euro liegen. Immerhin stieg das Neugeschäft 2025 um etwa 25 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, und für 2026 erwartet Wolf einen weiteren Anstieg auf 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro.
Die Bank plant, am 5. März weitere Details zu 2025 bekannt zu geben und den vollständigen Geschäftsbericht am 23. März vorzulegen.

