Delta Air Lines: Finanzgeschäfte treiben Gewinnerwartungen, Anleger skeptisch
Delta Air Lines hat im vergangenen Jahr hauptsächlich durch clevere Finanzgeschäfte einen deutlichen Gewinnanstieg erzielt. Operativ jedoch gingen die Gewinne aufgrund gestiegener Kosten zurück, wie das Unternehmen kürzlich in Atlanta bekannt gab. Einen Lichtblick bietet der Kauf von 30 Boeing 787 'Dreamliner'-Langstreckenjets, was die Flotte modernisieren dürfte. Trotzdem konnten die optimistischen Prognosen des Unternehmensleiters Ed Bastian für das laufende Jahr die Investoren nicht überzeugen, was zu einem vorbörslichen Kursrückgang der Aktie um mehr als vier Prozent führte.
Trotz eines Umsatzanstiegs von drei Prozent auf etwa 63,4 Milliarden US-Dollar blieb der operative Gewinn mit einem Minus von drei Prozent bei 5,8 Milliarden Dollar hinter den Erwartungen zurück. Dank der vorteilhaften Finanztransaktionen kletterte der Nettogewinn jedoch um 45 Prozent auf über 5 Milliarden Dollar, was die finanzielle Stabilität stärkt. Für das kommende Jahr peilt Ed Bastian einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,50 und 7,50 Dollar an, was über den 5,82 Dollar von 2025 läge. Dennoch blickt Bastian mit Vorsicht auf die geopolitischen Risiken, die insbesondere von der unberechenbaren Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump ausgehen, und mahnt zur Vorsicht, bevor Rekordgewinne in Aussicht gestellt werden können.

