Dax vor Herausforderungen: Globale Unsicherheiten belasten Börsen
Nach einer jüngsten Erholungsphase des Dax steht der deutsche Leitindex vor einer Woche zahlreicher Herausforderungen. Während die vage Hoffnung auf eine Waffenruhe in der Ukraine gewisse positive Impulse liefert, bleiben die Sorgen um die globale Konjunktur eine erhebliche Belastung. Die jüngsten schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA haben die Märkte zusätzlich unter Druck gesetzt.
Besondere Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf die anstehenden US-Verbraucherpreise am Dienstag. Analysten erwarten, dass die Inflation im Juli zugenommen hat, was das bestehende Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Indikatoren und der US-Notenbank weiter verschärfen könnte. Durch politische Einflüsse und Budgetkürzungen unter US-Präsident Donald Trump stehen die Statistiken in der Kritik, was der Fed die Zinsentscheidungen nicht leichter macht.
Trotz des politischen Drucks auf die Fed, die Zinsen zu senken, bleibt der Weg in eine sichere Aktienmarktzukunft unklar. Der Experte Armin Micheli warnt vor übermäßigen Hoffnungen auf Zinssenkungen, da geopolitische Spannungen und saisonale Börsenschwächen gegenwärtig den Markt belasten. Es braucht, so Micheli, mehr als Hoffnung; es müssen konkrete Fakten vorliegen.
In Deutschland wird die Konjunkturuntersuchung des ZEW am Dienstag weitere Einsichten bringen. Doch angesichts neuer US-Zölle bleibt ungewiss, ob sich die Lage in den deutschen Unternehmen verbessert hat. Derweil fokussiert sich das Interesse auf ein geplantes Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin, um über den Ukraine-Konflikt zu diskutieren - eine Begegnung, die in Alaska abgehalten werden soll.
Die Woche verspricht mit einer Vielzahl an Unternehmensberichten ebenfalls spannend zu werden. Am Dienstag wird besonders auf den Rückversicherer Hannover Rück geschaut, gefolgt von Eon, Renk und Tui am Mittwoch. Am Donnerstag erwarten Berichte von Unternehmen wie RWE, Thyssenkrupp und Lanxess.

