Dax unter Druck: US-Handelsstreit hemmt Erholung
Die jüngsten Ankündigungen aus Washington setzen den Dax weiterhin unter Druck. Nach der jüngsten Zollandrohung der USA taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex am Montagmorgen zweieinhalb Stunden vor Eröffnung des Xetra-Handels um 0,7 Prozent niedriger bei 24.078 Punkten.
In der Nacht wurde ein Tiefststand von 24.046 Punkten erreicht. US-Präsident Donald Trump hat verkündet, dass ab dem 1. August Importe aus der EU mit einem Zollsatz von 30 Prozent belegt werden.
Diese Neuigkeit folgte seiner Ankündigung vom Samstag. Während für bestimmte Branchen alternative Zollsätze gelten, war die Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelskonflikt nach langen Verhandlungen weit verbreitet.
Trotz der eskalierenden Lage plant die EU, vorerst nicht mit Gegenzöllen zu reagieren. Bis zum Ende vergangener Woche hatten Anleger das Risiko durch die drohenden Zölle ignoriert.
Diese Zuversicht hatte den Dax auf ein Rekordhoch von 24.639 Punkten getrieben. Seit Mitte Juni verzeichnete er somit eine bemerkenswerte Erholung von fast 7 Prozent.
Auf das Jahr gerechnet waren die Gewinne noch beeindruckender, mit einem Zuwachs von fast 24 Prozent, bevor die jüngsten Gewinnmitnahmen einsetzten.

