Dax trotzt Übersee-Sorgen und erreicht neues Rekordhoch
Der deutsche Aktienmarkt setzte seinen Aufwärtstrend fort und trotzt damit den durchwachsenen Vorgaben aus Übersee. Mit Rückenwind starker Industriedaten setzte der Dax seinen Höhenflug fort und erreichte einen neuen Rekordstand von 25.199 Punkten – ein Plus von rund einem halben Prozent. Der MDax hingegen zeigte wenig Bewegung und lag fast unverändert bei 32.045 Punkten, während der EuroStoxx 50 leicht nachgab und bei 5.917 Zählern verharrte.
Besonders erfreulich für die heimische Wirtschaft: Der Auftragseingang des deutschen verarbeitenden Gewerbes legte im Vergleich zum Vormonat um satte 5,6 Prozent zu. Dies markiert den dritten Monat in Folge mit Zuwächsen bei den Neubestellungen. Entsprechend positiv äußerte sich Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research, der diesen Trend als Bestätigung eines leichten Aufschwungs sieht. „Die Talsohle dürfte endgültig durchschritten sein“, erklärte er mit Zuversicht.
Im Unterschied dazu präsentiert sich die Stimmung an den New Yorker Börsen eher getrübt. Nach anfänglichen Rekorden der Indizes Dow Jones Industrial und S&P 500 gerieten diese zum Handelsende unter Druck. Grund hierfür waren erneut Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump, der grenzüberschreitende Investitionen in Wohnimmobilien unterbinden und die Militärausgaben bis 2027 drastisch erhöhen möchte. Dies belastet insbesondere die US-Rüstungsindustrie. Unternehmen wie Northrop Grumman und Lockheed Martin mussten bereits empfindliche Kursverluste von rund 5 Prozent hinnehmen, nachdem Trump den Stopp von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen zugunsten von Kapazitätserweiterungen forderte.

