Dax: Aufwärtsdrang verebbt knapp unter der 25.000-Marke
Der deutsche Leitindex Dax setzte seinen Höhenflug weiter fort und kratzte zeitweise an der 25.000-Punkte-Marke. Unterstützt von einer im Dezember gesunkenen Inflation, gelang dem Dax trotzdem kein zusätzlicher Schub. Mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent schloss der Index bei 24.892,20 Punkten, nachdem ihm am Nachmittag im Zuge eines abflauenden Schwungs an den US-Börsen die Luft ausging.
Marktexperten bleiben optimistisch und prognostizieren, dass der Dax diese Woche einen erneuten Anlauf auf die 25.000 Punkte machen könnte. Christine Romar von CMC Markets wies darauf hin, dass solche runden Marken psychologisch oft zu Gewinnmitnahmen führen und eine Konsolidierung einleiten können. Eine solche Konsolidierung sei jedoch gesund und eine Bestätigung des Ausbruchs aus der monatelangen Seitwärtsspanne.
Nicht nur der Dax, auch der MDax und der EuroStoxx 50 setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Der MDax gewann um 0,69 Prozent auf 31.670,42 Punkte, während der Eurozonen-Leitindex um 0,14 Prozent zulegte. Auch der Schweizer SMI und der britische FTSE 100 erreichten neue Höchststände. In den USA verzeichneten die Börsen moderate Gewinne; der Dow Jones Industrial knüpfte an seine Rekordrallye an.
Trotz geopolitischer Unsicherheiten bezüglich Venezuela setzen Anleger auf Ölwerte, die von einem Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten. Auch Aktien der Halbleiterbranche erfreuen sich weiter großer Beliebtheit, angeführt von einem optimistischen Quartalsausblick von Microchip Technology.
Infineon, Aixtron, Elmos und Suss gehörten zu den Gewinnern. Auch Daimler Truck, Traton und SAF-Holland zeigten sich angesichts positiver Branchensignale aus den USA stark. Im Gegensatz dazu mussten Adidas nach einem negativen Kommentar der Bank of America einen Rückgang um 3,6 Prozent hinnehmen. Die Bank senkte ihre Empfehlung von "Buy" auf "Underperform". Umgekehrt verhalf Bernsteins positive Einschätzung der TKMS-Aktie an die Spitze des MDax mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent.

