DAX taumelt unter US-Daten-Druck: Anleger warten gespannt
Der deutsche Aktienmarkt erlebte am Dienstag einen leichten Rückgang, wobei der Fokus auf den mit Spannung erwarteten US-Konjunkturdaten lag. Der DAX sank am Mittag um 0,2 Prozent auf 24.179 Punkte und näherte sich somit beunruhigend der psychologisch bedeutenden 24.000-Punkte-Marke. Auch der MDAX der mittelgroßen Unternehmen gab um 0,2 Prozent auf 30.167 Zähler nach. Der EuroStoxx 50 folgte diesem Trend und verlor 0,1 Prozent auf 5.745 Punkte.
Im Vorfeld der am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen, die für die Zinsentscheidung der Fed von großer Bedeutung sind, hielten sich die Investoren zurück. An diesem Tag standen nicht nur die Jobdaten für November im Fokus, sondern auch die längst überfälligen Beschäftigungszahlen für Oktober, die aufgrund des vorangegangenen Regierungsstillstands verzögert wurden.
Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank hob hervor, dass die Markterwartungen gestiegen seien und gute Daten nunmehr nicht ausreichend seien, um einen Aufwärtstrend zu befeuern. Vielmehr müssten die Daten außergewöhnlich positiv überraschen. Anleger zeigten sich skeptisch: Sollten die veröffentlichten Zahlen enttäuschen, droht ein erneuter Verkaufsdruck auf den DAX.
Die Aktien von Rüstungsunternehmen, darunter Rheinmetall, Renk, Hensoldt und TKMS, mussten weitere Verluste hinnehmen. Grund dafür waren die optimistischen Signale aus Berlin bezüglich eines möglichen Endes des Ukraine-Konflikts. Fortschritte in den Verhandlungen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine, könnten einen Waffenstillstand wahrscheinlicher machen.
Zudem setzte der Aktienkurs von Tui seine Erfolgsserie fort, nachdem die Papiere bereits am Vortag ein neues Hoch erreicht hatten. Der Kurs stieg über die 9-Euro-Marke, ein Zuwachs von 0,8 Prozent. Positiv entwickelten sich auch die Aktien von Stabilus, die um ein Prozent zulegten, bedingt durch die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms. Unterdessen hielt sich das Interesse an einer möglichen Übernahme von Klöckner & Co., was den Aktien des Stahlhändlers ein Plus von 4,4 Prozent einbrachte. Die andauernden Verhandlungen mit Worthington Steel ließen Kursphantasien blühen und katapulierten die Aktie auf den höchsten Stand seit Juli 2023.

