Dax kämpft um Stabilität: Ein weiterer Verlusttag wirft Fragen auf
Der Dax hat am Mittwoch seinen dritten Verlusttag in Folge verzeichnet und fiel dabei zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten. Letztlich konnte sich der deutsche Leitindex jedoch leicht erholen und schloss mit einem Minus von 0,44 Prozent bei 24.046,21 Punkten. Dabei bewährte sich die 50-Tage-Linie erneut als solide Unterstützung, die als wichtiger mittelfristiger Trendindikator gilt.
Im Vorfeld der erwarteten Quartalszahlen von Nvidia, einem der führenden US-amerikanischen Halbleiterkonzerne und KI-Gewinner, zeigten sich die Marktteilnehmer eher zurückhaltend. Andreas Lipkow, Finanzmarktexperte, beobachtete: "Angesichts der spärlichen Handelsimpulse wird jede Nachricht und jedes Ereignis umso intensiver beleuchtet."
Trotz der jüngsten Verluste kann der Dax seit Beginn des Jahres ein eindrucksvolles Plus von fast 21 Prozent vorweisen und übertrifft damit die meisten anderen großen Aktienindizes. Anders sieht die Lage beim MDax aus, der am Mittwoch um 1,10 Prozent auf 30.482,93 Punkte nachgab.
Interessanterweise konnte der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent aufwarten, während der SMI in Zürich ebenfalls Zugewinne verbuchte. Der FTSE 100 in London musste hingegen mit einem kleinen Minus schließen. Zur gleichen Zeit verzeichneten die wichtigen Indizes in New York moderate Gewinne zum Ende des europäischen Handelstags.

