DAX bleibt hinter internationalen Börsentrends zurück
Die aktuelle Aufwärtsrallye an wichtigen internationalen Börsenplätzen lässt den DAX, Deutschlands führenden Aktienindex, bislang unbeeindruckt. Während in New York die Anleger optimistisch auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China spekulieren, bleibt der deutsche Leitindex weiterhin hinter seinem Rekordhoch zurück. Auch die neuesten Unternehmensberichte sowie weniger optimistische Geschäftsaussichten tragen zur gedämpften Stimmung auf dem Frankfurter Parkett bei.
Kurz nach der Eröffnung am Dienstag sah sich der DAX mit einem Rückgang von 0,40 Prozent auf 24.211 Punkte konfrontiert. Sein bisheriger Höchststand von 24.771 Punkten rückt damit vorerst in weite Ferne. Auch der MDAX, zuständig für die mittelgroßen Unternehmen, verzeichnete ein Minus von 0,24 Prozent und liegt bei 30.068 Punkten. Der EuroStoxx 50, maßgeblich für die Eurozone, verlor 0,4 Prozent an Wert.
In Asien waren am Morgen ebenfalls leichte Kursverluste zu beobachten. Laut Marktanalyst Andreas Lipkow spiegelten sich die positiven Impulse aus den USA im asiatischen Geschäft nicht wider. Vielmehr sei der Handel von großangelegten Gewinnmitnahmen geprägt gewesen. Die Anleger zeigen sich enttäuscht von den jüngsten Handelsabkommen der USA mit Vietnam, Malaysia und Kambodscha, bei denen die USA ihre Positionen in vollem Umfang durchsetzen konnten. Dies wird als ungünstiges Zeichen für die noch laufenden Gespräche mit China betrachtet.

