Datenklau im Internet und wie Sie sich davor schützen können

15. September 2021, 12:21 Uhr · Quelle: klamm.de
Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Etwa 30 Millionen Deutsche machen mehrmals täglich vom Internet gebrauch. Wir kommunizieren mit Bekannten, Freunden und Kollegen, holen uns Informationen aus dem Netz, nutzen das World Wide Web zum Shoppen oder führen schnell noch eine Finanztransaktion durch. Gerade bei den letzten beiden Punkten sind viele Menschen skeptisch. Ist es wirklich sicher, Online Banking oder andere Direktbezahlsysteme zu nutzen? Können meine wertvollen Bankinformationen nicht gestohlen und missbraucht werden?

Tatsächlich sind solche Bedenken nicht unbegründet. Es kommt in der Tat vor, dass Cyberkriminelle sich an Sicherheitslücken versuchen, um an die sensiblen Daten zu gelangen. Sie müssen dennoch nicht auf die Internetnutzung verzichten. Es gibt eine wirksame Schutzmaßnahme und die heißt VPN.

Virtual Private Network (VPN)

Vielen intensiven Internetnutzern ist das Virtuelle Private Netzwerk vermutlich ein Begriff. Andere haben die drei Buchstaben vielleicht zum ersten Mal gehört und fragen sich: “Was ist VPN?"

Es gibt verschiedene VPN-Dienste, die ihre Leistungen zur Verfügung stellen, um ein sicheres und anonymes Surfen im Internet zu ermöglichen. Über die VPN-Verbindung werden Sie mit einem bestehenden Netzwerk verbunden. Dabei werden alle übertragenen Informationen durch einen sogenannten VPN-Tunnel gesendet. Dieser Tunnel sichert den Datenverkehr durch ein komplexes Verschlüsselungssystem. Ganz genau handelt es sich dabei um eine 265-SSL-Verschlüsselung. Eine sicherere Methode, Daten unkenntlich zu machen, ist derzeit nicht auf dem Markt verfügbar.

Wie sieht der Schutz bei Finanztransaktionen mit VPN aus?

Sobald Sie die Internetverbindung via VPN eingehen, wird der gesamte Datenverkehr verschlüsselt. Sie bewegen sich im World Wide Web vollständig anonym, so dass niemand Ihre Aktivitäten verfolgen kann. Dies gilt ebenso für Finanztransaktionen. Die Eingabe von Kontonummer, Bankleitzahl, PIN-Nummer etc. wird sofort verschlüsselt und unkenntlich gemacht. Diese Daten können weder von dem VPN-Anbieter noch von Cyberkriminellen ausgespäht werden.

Darüber hinaus wird Ihre IP-Adresse verschleiert. Diese kann Auskunft über Ihren Internetprovider geben, Ihren ungefähren Standort, den verwendeten Browser sowie Zeit und Datum der Internetnutzung. Daten, die nicht in die Hände Unbefugter gelangen sollten. Mit der Nutzung einer VPN wird Ihre IP-Adresse verschleiert. Stattdessen erhalten Sie eine IP-Adresse von einem der Server der VPN-Dienste.

Welcher VPN-Dienst ist der Richtige für mich?

Zwar gibt es einige wenige kostenfreie VPN-Anbieter, doch geht dies meist mit stark eingeschränkten Leistungen einher wie zum Beispiel eine zeitlich befristete Nutzungsmöglichkeit. In der Regel können Sie für wenige Euros pro Monat einen seriösen Anbieter finden.

Welcher VPN-Dienst konkret für Sie infrage kommt, hängt stark von den gewünschten Leistungen ab. Möchten Sie ausschließlich Sicherheit in Ihren eigenen vier Wänden oder sind Sie auch unterwegs oft im Internet? Öffentliche WLANs bergen besondere Risiken, weshalb wir dafür dringend ein VPN empfehlen. Sind Sie ein Nutzer mobilen Internets, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob der VPN-Anbieter mit Ihren mobilen Geräten und Browsern kompatibel ist. Ein Unterschied bei den Providern kann außerdem darin liegen, für wie viele Geräte das VPN genutzt werden kann.

Möchten Sie neben einer geschützten Internetverbindung auch Geoblocking umgehen, ist beim Anbieter darauf zu achten, in welchen Ländern und in wie vielen dieser Server zur Verfügung stellt.

Fazit

Die Zeiten des Internets sind praktisch und unkompliziert. Viele Aktionen können in sekundenschnelle vom Smartphone erledigt werden. Doch wir sollten den Sicherheitsaspekt dabei nicht vergessen. Schützen Sie sich mit einer VPN, so dass Sie unbeschwert surfen können.

IT / Datenschutz / VPN
15.09.2021 · 12:21 Uhr
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