Das große Schweigen: Borderlands 4 hütet seine Geheimnisse bis zum Launch!
Die Informations-Pipeline zu Borderlands 4 tröpfelt nur spärlich, und das ist kein Zufall, sondern eiskaltes Kalkül. Während Gearbox-CEO Randy Pitchford auf Social Media immer wieder kleine, sorgfältig ausgewählte Brotkrumen für die ausgehungerte Fan-Meute ausstreut – wie etwa die Enthüllung eines eigenen Lautstärkereglers für den polarisierenden Roboter Claptrap –, hat er nun in einem Nebensatz eine Bombe platzen lassen. Das Studio hält den Großteil der spielverändernden Details bewusst unter Verschluss, um die Magie der Entdeckung am Releasetag zu zelebrieren.
Die Philosophie der verschlossenen Tresortür
Auf die direkte Frage eines Fans, ob es bis zum Launch noch unentdeckte Geheimnisse geben werde, antwortete Pitchford mit einer beinahe schon poetischen Eindringlichkeit: „So viele Dinge, die wir bis zum Launch vor allen zurückhalten“, schrieb er. „So. Viele. Dinge.“ Diese Aussage ist mehr als nur ein PR-Gag; sie ist ein Manifest. In einer Zeit, in der Trailer oft ganze Story-Arcs vorwegnehmen und Dataminer jedes noch so kleine Geheimnis vorab enthüllen, schwimmt Gearbox gegen den Strom. Sie wollen, dass die Spieler die bizarre, chaotische Welt von Borderlands 4 wieder selbst erforschen, sich von unerwarteten Wendungen überraschen lassen und nicht mit einer vorgefertigten Checkliste ins Abenteuer starten.
Das Mysterium des Claptrap-Reglers und obskure Anspielungen
Einer der wenigen Lichtblicke in diesem Informations-Blackout ist das Detail über den Claptrap-Lautstärkeregler. Basierend auf einem Screenshot der Audio-Einstellungen, der von einem Twitch-Partner gepostet wurde, scheint dieses Feature real zu sein. Doch selbst hier verbirgt sich eine weitere Ebene des Mysteriums. Narrative Director Sam Winkler deutete an, dass sich im Spiel Witze über dieses Feature verbergen, darunter eine extrem nischige Anspielung auf einen „schrecklichen Akzent in einem klassischen Immersive Sim“. Die Spekulationen der Community deuten stark auf die legendär hölzerne Sprachausgabe der Deus Ex-Reihe hin. Dieser Regler ist mehr als nur ein technisches Gimmick; er ist ein augenzwinkerndes Eingeständnis, dass Claptrap, der seit 2009 als Maskottchen der Reihe fungiert, eine Figur ist, die man entweder abgöttisch liebt oder inbrünstig hasst.
Intensiver, aber nicht unerbittlich
Ein weiteres Detail, das Pitchford zusammen mit Creative Director Graeme Timmins preisgab, betrifft den Schwierigkeitsgrad. Borderlands 4 soll sich spürbar „intensiver“ anfühlen als seine Vorgänger. Als Pitchford einen der neuen Bosse – Inceptus – für seinen knackigen Schwierigkeitsgrad feierte, merkte er an, dass er noch einige Bosse im Kopf habe, die „härter zur Sache gehen“. Auf die besorgte Nachfrage eines Fans, ob das Spiel nun zu einem Hardcore-Titel werde, gab Timmins jedoch Entwarnung. Das Spiel sei zwar fordernder, aber immer noch eher im Casual- als im Hardcore-Bereich angesiedelt und – ganz wichtig – es wird verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl geben. Die Demo, die auf Events gezeigt wurde, habe die Spieler zudem in einen fortgeschrittenen Spielstand katapultiert, was den Einstieg schwieriger erscheinen ließ, als er zum Launch tatsächlich sein wird.
Die Entwickler spielen ein geschicktes Spiel mit der Erwartungshaltung. Sie füttern uns gerade genug, um den Hype am Kochen zu halten, aber bewahren sich den Hauptgang für den 12. September auf, wenn das Spiel für PC, PS5, Xbox Series X/S und die Nintendo Switch 2 erscheint. Welches Geheimnis, welche unerwartete Wendung oder welches abgedrehte Feature erhoffst du dir am meisten von Borderlands 4? Lass deiner Fantasie freien Lauf und schreib es uns in die Kommentare!

