Damon Lindelof erklärt, warum er bei 'Star Wars' 'gefeuert' wurde
(BANG) - Damon Lindelof hat verraten, warum er von einem 'Star Wars'-Projekt "gefeuert" wurde.
Der Mitbegründer der Serie 'Lost' wurde 2022 engagiert, um an einem Film des Science-Fiction-Franchises mitzuschreiben. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde er jedoch wieder vom Projekt abgezogen. Nun verriet er, dass seine kreative Vision für den Film letztlich "nicht funktioniert" habe. Im Podcast 'House of R' berichtete Lindelof: "Ich wurde aus einem 'Star Wars'-Film gefeuert. Sie fragten mich: 'Was, glaubst du, sollte ein 'Star Wars'-Film sein?'"
Daraufhin habe er seine Ideen präsentiert und sei eingestellt worden. "Zwei Jahre später wurde ich gefeuert. Also lag ich offenbar falsch – zumindest aus dieser Perspektive", sagte er. Lindelof erklärte weiter, dass er gemeinsam mit seinem Schreibpartner Justin Britt-Gibson und Autorin Rayna McClendon versucht habe, eine grundlegende Debatte innerhalb des Films zu thematisieren.
"Wir wollten im Film eine Art Gespräch führen – darüber, dass es eine Kraft der Nostalgie gibt und eine Kraft der Erneuerung beziehungsweise Überarbeitung, und dass beide miteinander im Konflikt stehen", sagte er. Das Trio habe versucht, eine "protestantische Reformation" innerhalb von 'Star Wars' zu erzählen. "Aber es hat nicht funktioniert", gab der Drehbuchautor zu. "Man wollte gewissermaßen beides zugleich haben. Die Diskussion, die Fans ohnehin führen, sollte im Film stattfinden, ohne dabei direkt mit dem Publikum zu spielen oder ihm zuzuzwinkern. Für uns fühlte sich das eigentlich gar nicht besonders riskant an."
Zugleich räumte Lindelof ein, dass das Schreiben des Films äußerst schwierig gewesen sei und er lange mit dem richtigen Ton gerungen habe. "Das Schreiben war wirklich hart. Es ging nur langsam voran", sagte er. "Es stellte sich ständig die Frage nach dem Tonfall, danach, wo der Film innerhalb des Kanons stehen würde und wie seine Beziehung zu Episode IX aussehen sollte."
Außerdem sei unklar gewesen, ob das Projekt eine neue Trilogie einläuten oder eine andere Richtung einschlagen sollte. "Diese Entscheidungen sind riesig. Es ist wie ein Tanker: Man dreht am Steuer, und es dauert ewig, bis sich überhaupt etwas bewegt", offenbarte er.
Lindelof verwies zudem auf den Wandel innerhalb des Franchises. Als 'Star Wars: Das Erwachen der Macht' erschien, sei klar gewesen, dass Figuren wie Rey, Finn und Poe Dameron die Zukunft der Reihe prägen würden, während bekannte Figuren wie Luke Skywalker, Leia Organa, Han Solo und Chewbacca zunächst zurückkehrten. Heute stelle sich jedoch eine neue Frage: "Sind Din Djarin und Grogu jetzt das Zentrum von 'Star Wars'?"


