CSU warnt vor gefährdeter Lebensmittelproduktion durch Kürzungspläne der Bundesregierung
Die geplanten Kürzungen der Bundesregierung im Bereich der Landwirtschaft sind nach Ansicht der CSU eine Bedrohung für die Produktion von Lebensmitteln in Deutschland. Auf der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon äußerte sich Landesgruppenchef Alexander Dobrindt besorgt über die Auswirkungen der Kürzungsmaßnahmen. Er warf der Ampel-Koalition, bestehend aus SPD, Grünen und FDP, "Arroganz und Unverschämtheit" im Umgang mit den Bauern vor.
Dobrindt betonte, dass die Bauern die vollständige Unterstützung der CSU hätten. Die geplanten Kürzungen gefährdeten die Produktionsfähigkeit und die Überlebensfähigkeit der Landwirtschaft in Deutschland. Zudem stelle sie die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft in Frage und gefährde dadurch auch die heimische Produktion von Lebensmitteln. Die Ampel-Koalition solle die Steuererhöhungen zurücknehmen und eine respektvolle Beziehung zur Landwirtschaft wiederherstellen. Die aktuelle Polarisierung im Land sei seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesen und bedrohe die Stabilität Deutschlands.
Dobrindt bezeichnete die Kürzungspläne als "unehrlich, unökologisch und unverschämt". Die Behauptung von Finanzminister Christian Lindner, die Bauern hätten sich verrannt, wies er entschieden zurück. Es sei die Bundesregierung, die den Bauern eine erhebliche Last ihres Finanzdesasters auferlege. Dobrindt forderte die Ampel-Koalition auf, den Weg für Neuwahlen frei zu machen und aufzuhören, das Land zu polarisieren.
Als Reaktion auf die Bauernproteste hat die Bundesregierung bereits angekündigt, einige der geplanten Subventionskürzungen zurückzunehmen. Die Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung für die Landwirtschaft soll nicht wie ursprünglich geplant erfolgen. Auch die Steuerbegünstigung beim Agrardiesel soll gestreckt und schrittweise in den kommenden Jahren vollzogen werden. Der Deutsche Bauernverband sieht diese Maßnahmen jedoch als unzureichend an.
Die Kürzungspläne der Bundesregierung gefährden die Produktion von Lebensmitteln in Deutschland, warnt CSU. Dobrindt wirft Ampel-Koalition "Arroganz und Unverschämtheit" im Umgang mit den Bauern vor. Die CSU fordert die Ampel auf, die Steuererhöhungen zurückzunehmen und eine respektvolle Beziehung zur Landwirtschaft wiederherzustellen. Bauernproteste führten bereits zu teilweisen Rücknahmen der geplanten Subventionskürzungen. Deutscher Bauernverband hält die Maßnahmen für unzureichend. (eulerpool-AFX)

