Covestro-Aktien im Aufwind dank möglicher Zugeständnisse von ADNOC
Die Aktien des deutschen Chemiekonzerns Covestro erlebten am Donnerstag einen bemerkenswerten Kursanstieg, nachdem Berichte bekannt wurden, dass ADNOC, das staatliche Ölunternehmen von Abu Dhabi, bereit ist, auf eine EU-Subventionsuntersuchung mit Zugeständnissen zu reagieren. Dabei geht es um das milliardenschwere Übernahmeangebot von 14,7 Milliarden Euro für Covestro. Bei einem Kurszuwachs von 5,5 % bis 09:24 Uhr GMT erlebten die Covestro-Papiere ihren stärksten Handelstag seit über einem Jahr.
Hintergrund der positiven Kursentwicklung ist das mögliche Umwandeln der geplanten Kapitalerhöhung von 1,2 Milliarden Euro in einen Aktionärskredit durch ADNOC. Dies könnte als wesentlicher Schritt zur Beilegung der regulatorischen Hürden angesehen werden. Laut Thomas Schulte-Vorwick, Analyst bei Metzler, stellen diese Entwicklungen einen positiven Impuls für die Aktien dar und erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Einigung zwischen den beteiligten Parteien sowie den erfolgreichen Abschluss des Übernahmevorhabens. Denn in der Vorwoche hatte sich ADNOC noch kritisch gegenüber den EU-Regulierern gezeigt und deren Forderungen als unverhältnismäßig und invasiv bezeichnet, was das Zustandekommen des Deals gefährden könnte. Zuletzt lagen die Covestro-Aktien im bisherigen Jahresverlauf um 3,1 % im Minus.

