Commerzbank-Aktie unter Druck: Bank of America zieht Kaufempfehlung zurück
Die Anteile der Commerzbank, die zuletzt einen bemerkenswerten Aufschwung erlebten, mussten am Donnerstag Einbußen hinnehmen. Auslöser für die Gewinnmitnahmen war die Entscheidung der Bank of America, ihre Kaufempfehlung zurückzunehmen. Im frühen Handel gaben die Commerzbank-Papiere um 2,5 Prozent nach und bewegten sich mit einem Kurs von 29,32 Euro in Richtung des Tiefpunkts des Vortages. Am Mittwoch hatten sie noch einen neuen Höchststand seit 2011 mit 30,74 Euro erreicht.
Bank of America-Analyst Tarik El Mejjad verringerte das Kursziel auf 31,70 Euro und stufte die Bewertung auf „Neutral“ herab. Seiner Einschätzung nach sind die meisten positiven Nachrichten bereits im aktuellen Kurs enthalten. Dennoch äußerte er Zuversicht, dass die Commerzbank in ihrem Quartalsbericht eine Anhebung des Jahresziels für das Zinsergebnis verkünden könnte.
El Mejjad bevorzugt nun die Deutsche Bank unter den deutschen Finanzinstituten. Die Aktien der Deutschen Bank zeigten sich am Donnerstag nach einer Erholungsphase stabil und lagen 55 Prozent höher als im Jahr 2015. Dennoch blieb die Commerzbank mit einem Zuwachs von 87 Prozent nicht zu übersehen.

