Comcast strafft Managementstrukturen: Zentralisierung und Stellenabbau geplant
Im Zuge der fortlaufenden Bemühungen, die eigenen Breitbandangebote zu stärken und die Effizienz seiner größten Geschäftseinheit zu steigern, kündigt Comcast signifikante Veränderungen in der Unternehmensstruktur an. Die Einheit, die Dienstleistungsmarken wie Xfinity Internet, Mobilfunk und Pay-TV umfasst, soll ab Januar einer umfassenden Reorganisation unterzogen werden, bei der eine mittlere Managementebene zwischen der Zentrale und den regionalen Büros wegfällt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Abläufe zu straffen und die Verwaltung dieser zentralen Einheit zu verschlanken.
Bisher arbeiten die regionalen Teams mit einer dreistufigen Managementhierarchie, die nun durch eine direkte Berichtslinie an eine neue Führungskraft ersetzt wird, die den gesamten nationalen Betrieb überwacht. Diese Neuausrichtung könnte auch eine Reduzierung der Mitarbeiteranzahl mit sich bringen, wobei noch keine finale Entscheidung darüber getroffen wurde, welche Positionen zentralisiert und welche beibehalten werden.
In den letzten Jahren hat Comcast bereits diverse Bereiche wie Marketing, Recht und Finanzen in die Zentrale integriert. Man hat auch von einer lokalen zu einer nationalen Preispolitik gewechselt, um den Kunden in allen Regionen einheitliche Angebote zu machen. Im April dieses Jahres wurden neue Tarife eingeführt, die es Neukunden ermöglichen, ihre Preise für fünf Jahre festzuschreiben, um die Abwanderung zu Wettbewerbern zu verringern.
Obwohl unklar ist, wie viele Mitarbeiter betroffen sein werden, sind die Teams an vorderster Front, wie im Kundenservice und Einzelhandel, von den Kürzungen ausgeschlossen. "Diese Veränderung spiegelt nicht die Leistungen einzelner Mitarbeiter wider – es geht darum, unsere Arbeitsweise zu vereinfachen, um wettbewerbsfähiger zu werden", heißt es in einem Memo an die Belegschaft.

