Coinbase gegen staatliche Regulierungsbehörden: Kryptobörse kämpft gegen rechtliche Zersplitterung

Die in den USA ansässige Kryptobörse Coinbase hat einen bedeutenden Appell an das Justizministerium (DOJ) gerichtet im Hinblick auf eine Welle von Klagen, die sich gegen ihre Geschäftspraktiken richten. Das Unternehmen drängt auf bundesweite Maßnahmen, um das, was es als eine "zunehmend fragmentierte und feindliche" regulatorische Landschaft für den Kryptomarkt beschreibt, anzugehen.
Coinbase fordert bundesweite Maßnahmen
In einem jüngsten Schreiben hat Coinbase die Schritte hervorgehoben, die die derzeitige Regierung unternommen hat, um ein gerechteres Regelwerk für die Regulierung digitaler Vermögenswerte zu schaffen. Dazu gehört die Einführung von Gesetzen zu Stablecoins sowie zwei ausstehende parteiübergreifende Gesetzesvorlagen zur Marktstruktur, die darauf abzielen, die Überwachung von Kryptowährungen zu vereinheitlichen.
Coinbase argumentiert, dass diese Initiativen begonnen haben, die negativen Auswirkungen des vollzugsorientierten regulatorischen Ansatzes der vorherigen Regierung abzumildern.
Das Unternehmen warnt jedoch davor, dass bestimmte Staaten diesen problematischen Trend fortsetzen, indem sie "weitreichende und fehlerhafte" Interpretationen von Wertpapiergesetzen übernehmen und neue Lizenzanforderungen implementieren, die die innovationsfreundliche Haltung der Bundesregierung untergraben.
Als Beispiel nennen sie den Generalstaatsanwalt von Oregon, der eine Klage gegen Coinbase eingereicht hat und behauptet, dass viele der auf ihrer Plattform gehandelten digitalen Vermögenswerte angeblich als nicht registrierte Wertpapiere qualifizieren.
Das Schreiben bekräftigt, dass die Klage nicht nur Coinbase ins Visier nimmt, sondern auch andere Staaten dazu ermutigt, das wahrgenommene regulatorische Vakuum, das von den Bundesbehörden hinterlassen wurde, anzugehen.
Ähnlich hat der Generalstaatsanwalt von New York rechtliche Schritte eingeleitet, um Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, die auf dezentralen Protokollen basieren, als Wertpapiere zu regulieren, was die regulatorische Umgebung weiter verkompliziert.
Coinbase hat Unterlassungsanordnungen von vier Staaten erhalten, die verlangen, dass das Unternehmen seine Dienstleistungen im Bereich Retail-Staking einstellt. Diese Anordnungen werden von Coinbase als "rechtlich unbegründet und inkonsistent" angesehen.
Einheitlicher Rahmen für digitale Vermögenswerte
Angesichts dieser Herausforderungen ruft das Schreiben an das DOJ dringend nach einem bundesweiten Eingreifen zur Etablierung umfassender Vorrangbestimmungen auf. Die Kryptobörse argumentiert, dass Präemption historisch gesehen ein effektives Mittel zur Handhabung staatlicher Eingriffe in nationale Märkte gewesen ist und verweist dabei auf frühere Aktionen des Kongresses.
Coinbase ist der Ansicht, dass das derzeitige Flickwerk aus staatlichen Vorschriften nicht nur die Markteffizienz stört, sondern auch zu ungleichem Zugang zu Kryptowährungsdiensten je nach geografischem Standort führt.
Um diese Probleme zu lösen, plädiert Coinbase dafür, dass der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das bundeskontrollierte digitale Vermögenswerte von den Wertpapiergesetzen der Bundesstaaten ausnimmt und klarstellt, dass staatliche Lizenzanforderungen nicht für Krypto-Intermediäre gelten.
Zusätzlich fordert das Unternehmen, dass die SEC die Regelsetzung beschleunigt und klarere Leitlinien bereitstellt, warum Transaktionen und Dienstleistungen digitaler Vermögenswerte, einschließlich Staking, nicht als Wertpapiere eingestuft werden sollten. Eine solche Klarheit würde verhindern, dass Staaten widersprüchliche Vorschriften basierend auf ihren eigenen Interpretationen des Wertpapierrechts erlassen.

