Coinbase-CEO kritisiert Banken wegen Einflussnahme auf Krypto-Gesetzgebung

Die Kryptowährungsbörse Coinbase hat ihre Unterstützung für den neuesten Entwurf des Krypto-Marktstrukturgesetzes, bekannt als CLARITY Act, zurückgezogen. Dies geschah nur 24 Stunden vor einer entscheidenden Markup-Sitzung. Diese Entscheidung deutet auf erhebliche Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung des Gesetzes an den Interessen von Kryptowährungsunternehmen im Vergleich zu traditionellen Banken hin.
Bedenken des Coinbase-CEOs über fairen Wettbewerb
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, äußerte sich in einem Interview auf FOX Business zu den Gründen für den Rückzug der Unterstützung. Er zeigte sich frustriert über die Möglichkeit, dass Banken regulatorische Mittel nutzen könnten, um den Wettbewerb zu ihren Gunsten zu unterdrücken. Armstrong betonte die Notwendigkeit eines fairen Wettbewerbs, der ohne unzulässige Eingriffe mächtiger Finanzinstitutionen gedeihen sollte.
Armstrong hob hervor, dass seine Bedenken von einem Großteil der Branche geteilt werden. Er sieht es als seine Pflicht, für die Kunden einzutreten, die seiner Meinung nach durch die Bestimmungen des vorgeschlagenen Gesetzes benachteiligt werden.
Debatte um den CLARITY Act
Im Zentrum der Debatte um den CLARITY Act steht ein wesentlicher Konflikt zwischen Banken und Krypto-Unternehmen über die Rechte von Stablecoin-Inhabern und ob diese Anspruch auf Belohnungszahlungen haben sollten. Armstrong hat zuvor Bedenken geäußert, dass das Gesetz tokenisierte Aktien verbieten, Beschränkungen für dezentrale Finanzen (DeFi) auferlegen und den staatlichen Zugang zu Finanzdaten erweitern könnte, was die individuelle Privatsphäre gefährden würde.
Darüber hinaus warnte er, dass die Gesetzgebung die regulatorische Autorität von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zur Securities and Exchange Commission (SEC) verlagern könnte, was den Wettbewerb im Kryptobereich beeinträchtigen würde.
Armstrong kritisiert Lobbying-Taktiken der Banken
Armstrong wies auf die Ironie der aktuellen Situation hin: Während Banken die Vorteile von Kryptowährungen nutzen, scheinen ihre Lobbying-Bemühungen darauf abzuzielen, konkurrierende Unternehmen einzuschränken. Er erkannte an, dass viele Banken klug agieren und im kommerziellen Bereich zunehmend mit Krypto interagieren, indem sie Geschäfte mit Coinbase abschließen und Krypto- und Stablecoin-Infrastrukturen nutzen.
Trotz seiner Kritik an den Lobbying-Taktiken der Banken äußerte Armstrong die Hoffnung, dass die Gesetzgeber letztendlich die offenen Fragen im Krypto-Marktstrukturgesetz klären könnten:
And then their lobbying arm comes to D.C. and thinks of it as very zero-sum and is trying to kill the competition. So, I suspect, like many things, if we get the principles in the room, we can actually get this figured out and make a good deal.

