CIA widerspricht Moskaus Drohnen-Vorwürfen gegen die Ukraine

Der US-Geheimdienst CIA hat laut Medienberichten neue Erkenntnisse über einen jüngsten Drohnenangriff der Ukraine gesammelt, der nicht den russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dessen Residenz zum Ziel gehabt haben soll. Das berichteten renommierte Medien wie das "Wall Street Journal", PBS und CNN unter Berufung auf anonyme Quellen aus der US-Regierung. Diese Feststellung steht in direktem Widerspruch zu den schweren Anschuldigungen aus Moskau, die einem Angriff auf Putins Anwesen gleichkommen.
Kiew hat die Anschuldigungen, eine Residenz des russischen Präsidenten angegriffen zu haben, entschieden zurückgewiesen. Die ukrainische Regierung betrachtet die Vorwürfe als Versuch Russlands, den Krieg fortzusetzen und als Vorwand für weitere Angriffe auf Kiew unter dem Deckmantel laufender Friedensverhandlungen. Russland präsentierte unterdessen Überreste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne als Beweis, doch viele Experten zweifeln an der Richtigkeit der russischen Darstellung.
Laut "Wall Street Journal" zielte der ukrainische Drohnenangriff auf ein militärisches Ziel in derselben Region wie Putins angebliches Anwesen ab, jedoch weit entfernt von seiner Residenz. CIA-Analysen unterstützen diese Sichtweise. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Trump von CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkentnisse informiert wurde. Der ehemalige US-Präsident teilte daraufhin einen aufsehenerregend russlandkritischen Artikel über seine Plattform Truth Social.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sprach von einem versuchten "Terroranschlag" und erwähnte den Abschuss von 91 ukrainischen Drohnen. Putins Berater, Juri Uschakow, hat diese Informationen in einem Gespräch mit Trump bestätigt. Der Kreml betrachtet den Vorfall als Anlass zur Neubewertung seiner Position in den laufenden Verhandlungen.

