Christian Lindner stellt politischen Abschied in Aussicht
Christian Lindner, Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), hat bekannt gegeben, sich von seinen politischen Ämtern zurückzuziehen, sollte seine Partei den Sprung in den Bundestag nicht schaffen. Diese Ankündigung machte er während einer Diskussionsrunde, der "Berliner Runde", auf den Sendern ARD und ZDF.
Laut aktuellen Hochrechnungen droht der FDP das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde, was sie den Wiedereinzug in den Bundestag kosten könnte. Lindner erklärte, es sei eindeutig, dass er im Falle eines Ausscheidens der Partei auch persönlich aus der Politik ausscheiden werde. Gleichzeitig ist er bereit, sich für eine Neuausrichtung der FDP zu engagieren, jedoch nicht erneut als Parteivorsitzender anzutreten.
Lindner, der seit 2013 die Geschicke der FDP leitet, führte die Partei 2017 erfolgreich zurück in den Bundestag. Er äußerte, dass seine mögliche politische Karriere mit einem Gefühl der Dankbarkeit enden würde. Zuvor hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Lindner nach einem Konflikt über die Schuldenbremse seines Amtes enthoben, was das Ende der Ampel-Koalition markierte.

