China erzielt neuen Rekordüberschuss im Außenhandel
Chinas Außenhandel hat im Jahr 2025 einen historischen Rekordüberschuss verzeichnet, ungeachtet der anhaltenden Handelskonflikte mit den USA sowie globaler wirtschaftlicher Herausforderungen. Nach den neuesten Angaben des chinesischen Zolls legten die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 Prozent zu und erreichten beeindruckende 3,8 Billionen US-Dollar. Die Importe hingegen blieben konstant bei etwa 2,6 Billionen Dollar, was zu einem beispiellosen Handelsüberschuss von fast 1,2 Billionen Dollar führte.
Dieses Ergebnis verdeutlicht jedoch auch die strukturelle Asymmetrie in Chinas Wirtschaft, die stark auf Exporten basiert, während die Inlandsnachfrage schwach bleibt. Damit übertrifft China den bereits hohen Handelsüberschuss des Vorjahres. Zudem haben die frisch veröffentlichten Daten für Dezember die Prognosen der Analysten übertroffen: Die Exporte stiegen um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Importe um 5,7 Prozent zulegten – weit mehr als die geschätzten 0,9 Prozent.
Trotz dieser Erfolge bleibt das Umfeld für den chinesischen Außenhandel herausfordernd. Der anhaltende Zollstreit mit den USA hinterließ im Jahr 2025 deutliche Spuren: Ein Rückgang der Exporte in die Vereinigten Staaten um 20 Prozent sowie ein Minus von 14,6 Prozent bei den Importen. Trotz leicht gesenkter Zollraten bleibt die Belastung amerikanischer Importe hoch.
Während Chinas Unternehmen durch das Überangebot im Inland gezwungen wurden, neue Absatzmärkte zu erschließen, entwickelte sich der Handel mit Deutschland positiv: Die Exporte nach Deutschland stiegen um beachtliche 10,5 Prozent. China löste die USA als Deutschlands wichtigster Handelspartner ab. Andererseits fielen die Importe aus Deutschland um 2,1 Prozent auf 92,8 Milliarden Dollar.
Dieses Wachstum von Chinas Exporten sorgt in Europa und anderen Teilen der Welt für Besorgnis. Die Wettbewerbslage wird durch eine vermeintlich unterbewertete chinesische Währung zusätzlich verschärft, was den Handelspartnern sauer aufstößt, insbesondere im Hinblick auf den aggressiven Wettbewerb in Sektoren wie der Automobilindustrie.
Zuletzt wurden Schritte unternommen, um die Handelsbeziehungen zwischen China und der EU zu entspannen, etwa durch neue Regelungen für in China hergestellte E-Autos. Zudem hat Peking angekündigt, steuerliche Anreize für Photovoltaikprodukte zu streichen, um sinkenden Exportpreisen entgegenzuwirken. Dies könnte dem europäischen Markt in der Solarbranche etwas Luft verschaffen, während die Unterstützung für Batterieprodukte weiter reduziert wird.

