Chemiebranche unter Druck: Berenberg belässt Bayer auf "Hold"
Die renommierte Privatbank Berenberg sieht weiterhin keinen Anlass, ihre Bewertung für Bayer zu ändern und belässt die Aktie mit einem Kursziel von 26 Euro auf "Hold". In einer aktuellen Studie zur Chemiebranche hebt Analyst Aron Ceccarelli die wachsende Bedeutung biologisch basierter Pflanzenschutzmittel hervor, die sich für Hersteller als zunehmend wichtig erweisen. Diese Produkte, auch Biologika genannt, erlangen insbesondere in einem herausfordernden Marktumfeld immer größere Relevanz.
Obwohl sich die Ertragslage in der Landwirtschaft seit Beginn des Ukraine-Konflikts verbessert hat, bleibt die Branche von volatilen Marktbedingungen betroffen. So prognostiziert die Studie, dass mittelfristig die Preise für bestimmte Nutzpflanzen sinken könnten – ein Trend, der durch steigende Anbauflächen für Mais in den USA und bessere Ernteerträge ab 2026 verstärkt werden dürfte.
Langfristig bleibt der Mangel an Volumenwachstum eine der größten Herausforderungen für die traditionelle Pestizidindustrie, die maßgeblich von großen Akteuren wie Corteva, Syngenta, FMC, Bayer und BASF geprägt wird. Im Gegensatz dazu zeigt sich das Biologika-Segment dynamischer und stärker fragmentiert. Besonders hervorzuheben ist die führende Position von Corteva auf diesem Gebiet, die ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

