Cewe trotzt Umsatzrekord – Aktie unter Druck
Der Fotodienstleister Cewe hat im zweiten Quartal dieses Jahres neue Umsatzrekorde erzielt, begünstigt durch die ungebrochene Nachfrage nach hochwertigen Fotobüchern. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Cewe seine Umsätze um mehr als drei Prozent auf 156 Millionen Euro steigern, was das im SDax notierte Unternehmen aus Oldenburg am Donnerstag bekanntgab.
Diese positive Entwicklung untermauert den fortwährenden Trend zu hochwertigen Fotobüchern, von dem Cewe erheblich profitiert. Trotz dieser erfreulichen Umsatzzahlen gab die Cewe-Aktie nach und lag am frühen Nachmittag etwa 1,5 Prozent im Minus bei 97,10 Euro.
Dieser Rückgang lässt sich möglicherweise durch die unerfreuliche Ergebnisentwicklung erklären, wie Analyst Volker Bosse von der Baader Bank anmerkte. Im traditionell schwächeren zweiten Quartal weitete das Unternehmen seinen operativen Verlust aus – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug ein Minus von vier Millionen Euro, verglichen mit einem Verlust von 2,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Hauptursache hierfür sei der schwächelnde deutsche Markt für Geschäftsdrucksachen. Nichtsdestotrotz hält Cewe an seinen ambitionierten Zielen für das Jahr 2025 fest: Der Konzern strebt an, den Umsatz auf 835 bis 865 Millionen Euro zu steigern, was einem Zuwachs von bis zu vier Prozent entsprechen würde.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern wird zwischen 84 und 92 Millionen Euro erwartet. Beim Nachsteuerergebnis visiert das Management einen Betrag von 58 bis 63 Millionen Euro an, im Vergleich zu rund 60 Millionen Euro im Vorjahr.

