Cannabinoide als Heilmittel - Was ist CBD?
Cannabidiol oder CBD wird immer häufiger zur Therapie der verschiedensten Erkrankungen eingesetzt. Darmkrankheiten, Angstzustände und Depressionen, Epilepsie, chronische Schmerzen oder Schlafstörungen können effektiv mit CBD behandelt werden. Patienten berichten von einer deutlichen Linderung der Symptome. Ebenso existieren zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit von CBD beschreiben. Doch was ist CBD genau? Woher stammt es, wie wird es angewendet und wie wirkt es?
CBD - Herkunft
CBD wird aus der Cannabis sativa-Pflanze gewonnen. Von den über 400 enthaltenen Pflanzenstoffen werden etwa 100 den Cannabinoiden zugeordnet, zu denen auch CBD und THC (Tetrahydrocannabinol) zählen. Doch im Gegensatz zu THC ist CBD nicht-psychoaktiv, das heißt man erreicht durch die Einnahme keinen Rauschzustand. Cannabidiol ist mittlerweile als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Es finden sich verschiedene Formulierungen. Eine davon ist das CBD Öl. Das Öl ist ein Vollspektrumprodukt, das heißt, es sind auch alle anderen Inhaltsstoffe aus dem Hanf enthalten - somit auch das THC. Der Gehalt an THC darf aber nie höher sein als 0,2 %.
Bei den CBD Ölen handelt es sich um Naturprodukte. Obwohl Konzentrationen angegeben sind und die Öle in 5 %- bis 20 %-Varianten erhältlich sind, ist der CBD-Gehalt nicht immer konstant. Zudem reagieren verschiedene Menschen ganz individuell auf die Einnahme. Cannabidiol wirkt über die körpereigenen Cannabinoidrezeptoren CB-1 und CB-2, die eine unterschiedliche Verteilung im Gewebe verschiedener Menschen haben können. CBD Öle können ohne Rezept in diversen Varianten in Apotheken oder Online-Shops erworben werden.
CBD - Anwendung und Wirkung
CBD Öle können äußerlich oder innerlich angewendet werden. Bei der innerlichen Anwendung wird empfohlen, mit einem niedrig konzentrierten Öl und einer niedrigen Dosierung zu beginnen. Normalerweise werden zwei bis fünf Tropfen bis zu vier Mal täglich eingenommen. Die Einnahme sollte dann nach Wirkung angepasst werden. Die Wirkstoffe des Öls werden über die Mund- und Darmschleimhäute resorbiert. Insgesamt gilt CBD als gut verträglich. Nebenwirkungen, die bei einer Überdosierung vorkommen können, sind Reizbarkeit, Schlaflosigkeit oder ein Abfall des Blutdrucks.
Die Wirksamkeit des CBD Öls ist bei einer Vielzahl von Erkrankungen nachgewiesen worden. So lindert es Entzündungen und kann, zum Beispiel bei Arthritis, zu einer Reduktion der Schmerzen führen. Bei Epilepsie vermindert es die Anfallshäufigkeit und die Krampfschwelle. Weiterhin wird es zur Stressreduktion, bei Schlafstörungen oder Angstattacken erfolgreich eingesetzt. Viele weitere Einsatzgebiete werden erforscht. Die Auswirkungen einer Langzeitanwendung von CBD sind noch nicht ausreichend bekannt. Hinweise bestehen aber, dass eine Toleranz eintritt. Das heißt, mit zunehmender Dosierung kann irgendwann keine Steigerung der Wirkung mehr erzielt werden.
CBD Öle - Worauf man achten sollte
Die Wirkung von CBD Ölen soll potenter sein, wenn es synergistisch mit den anderen Inhaltsstoffen aus der Hanf-Pflanze wirken kann. Daher sollte darauf geachtet werden, dass beim Kauf des Produkts nicht nur das reine CBD vorliegt, sondern auch weitere sekundäre Pflanzenstoffe in geringen Anteilen vorhanden sind. Liposomalem CBD Öl - eine Formulierung, bei der das CBD in einer Lipiddoppelschicht, den sogenannten Mizellen, verpackt ist - wird eine höhere Bioverfügbarkeit zugeschrieben. Das heißt, es wird weniger von dem Öl benötigt, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Kauft man Bioprodukte geht man zudem sicher, dass keine Schadstoffrückstände im Öl enthalten sind.

