Bundesregierung im Fokus: Deutsche Israel-Politik weiter stabil
In der aktuellen politischen Diskussion hat Kanzleramtsminister Thorsten Frei entschieden den Vorwürfen entgegnet, die Bundesregierung ändere mit dem Stopp bestimmter Rüstungsexporte ihren Kurs in der Israel-Politik. Laut Frei bleibt die Kernunterstützung Deutschlands für Israel unerschütterlich. "Deutschland steht weiterhin zu Israel und unterstützt es in all seinen Bemühungen um Existenz- und Sicherheitsschutz", versicherte der CDU-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Der Rückzug von bestimmten Exporten umfasst explizit Rüstungsgüter, die im Konfliktgebiet Gazastreifen zum Einsatz kommen könnten. Diese Maßnahme spiegelt die Reaktion auf Israels Ankündigung wider, seine militärischen Aktivitäten auszuweiten und Gaza-Stadt einzunehmen. Frei betonte, dass die Entscheidung unter humanitären Gesichtspunkten getroffen wurde, um mögliche zivile Verluste zu minimieren. Nicht beeinträchtigt von diesem Exportstopp sind Systeme zur Selbstverteidigung Israels, wie Luft- und Seeabwehrgeräte, die weiterhin unterstützt werden. "In diesen Bereichen bleibt Deutschland ein verlässlicher Partner", hob Frei hervor. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zu Beginn der Woche klargestellt, dass Exporte, die im Gazastreifen genutzt werden könnten, vorläufig pausieren. Diese Ankündigung stoß jedoch auf Widerstand innerhalb der Regierung. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann forderte eine interne Besprechung: "Ein solcher Wechsel bedarf einer Erklärung, denn er weicht von der langjährigen außenpolitischen Tradition ab." Am Sonntag planen daher die Außenpolitiker der CDU/CSU-Fraktion eine Videositzung, um das Vorgehen intern zu erörtern.

