Bundesrat beschließt umfassendes Entlastungspaket – Diese Neuerungen erwarten die Bürger

Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, das zahlreiche steuerliche Erleichterungen und soziale Verbesserungen für die Bürger vorsieht. Im Zentrum stehen Entlastungen für Pendler, Gastronomen und Rentner. Laut Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) markiert dies ein starkes Jahresfinale und eine entscheidende Entlastung für die arbeitende Mitte der Gesellschaft.
Die Anpassung der Pendlerpauschale sieht vor, dass Arbeitnehmer nun schon ab dem ersten Kilometer 38 Cent pro Kilometer steuerlich absetzen können, unabhängig vom gewählten Fortbewegungsmittel. Diese Maßnahme soll die Belastungen durch den steigenden CO2-Preis mildern. In ähnlicher Weise wird die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft von 19 auf 7 Prozent gesenkt, um gestiegenen Kosten entgegenzuwirken – auch wenn Spargel und Schnitzel nicht unbedingt günstiger werden dürften.
Freuen dürfen sich auch ehrenamtlich Tätige, da sich die Steuerpauschalen für Übungsleiter und Ehrenamtler erhöhen. Medaillengewinner bei Olympischen Spielen profitieren zudem von einer Steuerbefreiung ihrer Prämien. Landwirtschaftliche Betriebe können ab dem kommenden Jahr wieder Subventionen für Agrardiesel beantragen, was ihnen finanzielle Entlastung und Planungssicherheit geben soll.
Darüber hinaus bleibt die Steuerbefreiung für Elektroautos bis zu zehn Jahre bestehen, wenn diese bis Ende 2030 zugelassen werden. Auch im sozialen Bereich gibt es Neuerungen: Das Rentenniveau bleibt bis 2031 bei 48 Prozent stabil, und die Anrechnung von Kindererziehungszeiten wird mit der Mütterrente III weiter ausgeweitet.
Ein neues Aktivrentengesetz ermöglicht es arbeitenden Rentnern, monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei zu verdienen. Schließlich führt ein neues Wehrdienstgesetz eine verpflichtende Musterung für junge Männer ein, wobei die Beteiligung am Wehrdienst weiterhin freiwillig bleibt.

