Bundesbank hält "Double-Dip" in USA für eher unwahrscheinlich
19. August 2010, 10:01 Uhr · Quelle: FREI
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bundesbank hält ein abermaliges Abrutschen der US-Wirtschaft in eine Rezession (Double Dip) vor allem wegen der regen Investitionstätigkeit der Unternehmen für eher unwahrscheinlich. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht verwies die Bundesbank darauf, dass die US-Unternehmen derzeit ebenso kräftig in Vorräte und Ausrüstungen investierten, wie das auch in früheren Phasen einer Erholung nach einem schweren Konjunktureinbruch der Falle gewesen sei. Dies dürfte sich positiv auf Arbeitsmarkt und Konsum auswirken.
Der aktuelle Aufschwung hat laut Bundesbank nur eine oberflächliche Ähnlichkeit mit den beiden unmittelbar vorangegangenen Erholungsphasen nach den Rezessionen 1991/1992 und 2002, die auch als "Jobless Recoveries" bezeichnet worden waren. Die Fokussierung auf die gesamte Beschäftigungsänderung über die ersten vier Quartale der Erholung verschleiere unterschiedliche Entwicklungen innerhalb dieses Zeitraums.
Nachdem im zweiten Halbjahr 2009 noch in großem Umfang Stellen gestrichen worden seien, habe in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits wieder Arbeitsplatzaufbau stattgefunden. Dagegen sei das Beschäftigungswachstum in den beiden vorangegangenen Expansionsphasen in den hier betrachteten Zeiträumen nahezu vollständig ausgeblieben. Dazu passt laut Bundesbank auch die damalige Schwäche der Ausrüstungsinvestitionen, die für gewöhnlich einen guten Frühindikator für die Beschäftigung in den USA darstellten.
"Insgesamt spricht einiges dafür, dass mit einer Fortsetzung und Stärkung der Erholung auf dem Arbeitsmarkt das Wachstum des privaten Konsums in den kommenden Quartalen anziehen könnte", urteilte die Bundesbank. Eine spürbare Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Tempos etwa aufgrund nachlassender Impulse vom Lagerzyklus und vom Fiskalprogramm sei daher nicht zwingend. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Wirtschaft in nächster Zeit erneut in eine Rezession rutschen könnte, als gering einzustufen.
Webseite: www.bundesbank.de
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, [email protected] DJG/hab/mle
Der aktuelle Aufschwung hat laut Bundesbank nur eine oberflächliche Ähnlichkeit mit den beiden unmittelbar vorangegangenen Erholungsphasen nach den Rezessionen 1991/1992 und 2002, die auch als "Jobless Recoveries" bezeichnet worden waren. Die Fokussierung auf die gesamte Beschäftigungsänderung über die ersten vier Quartale der Erholung verschleiere unterschiedliche Entwicklungen innerhalb dieses Zeitraums.
Nachdem im zweiten Halbjahr 2009 noch in großem Umfang Stellen gestrichen worden seien, habe in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits wieder Arbeitsplatzaufbau stattgefunden. Dagegen sei das Beschäftigungswachstum in den beiden vorangegangenen Expansionsphasen in den hier betrachteten Zeiträumen nahezu vollständig ausgeblieben. Dazu passt laut Bundesbank auch die damalige Schwäche der Ausrüstungsinvestitionen, die für gewöhnlich einen guten Frühindikator für die Beschäftigung in den USA darstellten.
"Insgesamt spricht einiges dafür, dass mit einer Fortsetzung und Stärkung der Erholung auf dem Arbeitsmarkt das Wachstum des privaten Konsums in den kommenden Quartalen anziehen könnte", urteilte die Bundesbank. Eine spürbare Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Tempos etwa aufgrund nachlassender Impulse vom Lagerzyklus und vom Fiskalprogramm sei daher nicht zwingend. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanische Wirtschaft in nächster Zeit erneut in eine Rezession rutschen könnte, als gering einzustufen.
Webseite: www.bundesbank.de
-Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, [email protected] DJG/hab/mle

