Bürgerproteste in Jerusalem: Ruf nach Frieden im Gaza-Konflikt
In Jerusalem versammelten sich zahllose Demonstranten in der Nähe der Residenz von Premierminister Benjamin Netanjahu, um ein Ende des Gaza-Krieges zu fordern. Die Familien der im Gazastreifen durch die Hamas gefangen gehaltenen Geiseln appellierten eindringlich an Netanjahu, eine Verhandlungsdelegation für Friedensgespräche zu entsenden, die die Freilassung der Geiseln sicherstellen solle.
Gleichzeitig signalisierte die Hamas ihre Zustimmung zu einem von internationalen Vermittlern vorgeschlagenen Waffenstillstand. Drei Wochen sind bereits vergangen, seitdem die Hamas auf den Vorschlag reagierte, jedoch blieb eine Antwort von israelischer Seite bislang aus. Die Hamas erklärte, sie sei weiterhin bereit, ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen, die einen dauerhaften Waffenstillstand, den Rückzug israelischer Truppen, die Lieferung von Hilfsgütern sowie einen Austausch von Geiseln und palästinensischen Häftlingen ermöglichen sollen.
Netanjahu verfolgt eine umfassende Strategie, die die Freilassung aller Geiseln auf einen Schlag vorsieht. Informationen aus Israel zufolge sind von den 48 Geiseln noch 20 am Leben. Neben der Freilassung aller Geiseln besteht Netanjahu auf die Entwaffnung der Hamas und die Beibehaltung der israelischen Sicherheitskontrolle über den Gazastreifen.
Kritiker werfen ihm vor, den Konflikt durch seine Bedingungen unnötig in die Länge zu ziehen. Seine rechtsextremen Koalitionspartner, von denen seine Regierung abhängt, lehnen eine Waffenruhe jedoch strikt ab.

