Breite Ablehnung gegen Abschaffung eines kirchlichen Feiertags

14. Mai 2025, 17:17 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Der Vorschlag, einen kirchlichen Feiertag abzuschaffen, stößt auf breite Ablehnung von verschiedenen politischen Vertretern, die betonen, dass Feiertage zur Erholung und Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer beitragen. Nur die AfD zeigt sich positiv gegenüber dem Vorschlag und fordert stattdessen steuerliche Entlastungen und Bürokratieabbau.

Berlin - SPD-Fraktionsvize Armand Zorn hat den Vorschlag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, angesichts der wirtschaftlichen Lage einen kirchlichen Feiertag zu streichen, abgelehnt. Gesetzliche Feiertage förderten die Erholung und stärkten damit auch die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer: "Deshalb ist für die SPD-Fraktion eine Reduktion der Feiertage weder geboten noch sinnvoll", sagte Zorn der "Welt" (Donnerstagausgabe).

"Andere Wege zur Stärkung der Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft sind deutlich effektiver - eine höhere Produktivität erreichen wir durch eine konsequente Digitalisierung und den Einsatz von modernster Technologie."

Jörg Cezanne, Linken-Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, sagte: "Die Arbeitslosigkeit ist hoch und in Deutschland wurden letztes Jahr mehr als eine Milliarde Überstunden gemacht. Bei denen die arbeiten, verdichtet sich die Arbeit. Es gibt mehr Stress und Burn-outs. Den Vorschlag der Wirtschaftsbosse den Arbeitern und Angestellten einen Feiertag wegzunehmen, ist Politik aus dem letzten Jahrtausend und löst keines unserer drängenden Probleme."

Auch BSW-Bundesvorsitzende Sahra Wagenknecht äußerte sich kritisch: "Das BSW ist gegen die Abschaffung von Feiertagen. Merz will, dass sich die Deutschen mehr anstrengen. Was für ein Hohn. Das Problem ist, dass die Politik kraft- und planlos ist - schon seit Jahren. Wir sollten nicht unsere Feiertage, sondern die weltweit höchsten Energiepreise und unseren Bürokratiedschungel abschaffen."

Anja Piel, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds, lehnte den Vorschlag ebenso ab: "Die Entfesselung der Wirtschaft funktioniert ganz sicher nicht über das wahllose Einkassieren von gesetzlichen Feiertagen nach Haushaltslage. Ein Feiertag weniger bedeutet für Beschäftigte allerdings realen Lohnverlust - und weniger Geld, das in den Konsum fließen kann." Der Erholungsaspekt sei ebenso nicht zu vernachlässigen: "Gerade in einer 24/7-Gesellschaft brauchen wir alle solche Ruhepausen dringender denn je."

Nur der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Leif-Erik Holm, äußerte sich positiv dem Vorschlag gegenüber: "Ich wäre ja schon froh, wenn nicht noch zusätzliche Feiertage eingeführt würden, wie in einigen Bundesländern geschehen. Das können wir uns angesichts der wirtschaftlichen Lage ganz sicher nicht leisten", behauptete er.

"Mehr Arbeit wird in Zukunft notwendig sein, aber dafür braucht es positive Anreize. Vor allem ist die Regierung gefordert, endlich für eine geringere Steuer- und Abgabenlast, für bezahlbare Energie und für echten Bürokratieabbau zu sorgen. Das hilft Unternehmen, wieder wettbewerbsfähiger zu werden, und es ermuntert Bürger, im Land zu bleiben und mehr Arbeit anzubieten."

Politik / Deutschland / Arbeitsmarkt
14.05.2025 · 17:17 Uhr
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