Bosch Tochter plant Wachstumsschub ab 2026 trotz Gegenwind
Die Bosch Home Comfort Group, eine Tochter des Technologieriesen Bosch, sieht sich im aktuellen Jahr mit wenig erfreulichen Prognosen konfrontiert. Laut Spartenchef Jan Brockmann dominiert ein Umfeld von makroökonomischer und politischer Unsicherheit, das letztlich zu einer Marktflaute führt. Das Potenzial für ein Wachstum in der Gebäudetechnik wird erst ab 2026 wieder in greifbare Nähe rücken.
Trotz dieser Herausforderungen erwies sich die Bosch-Tochter als widerstandsfähig. Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete das Unternehmen zwar einen Umsatzrückgang auf 4,4 Milliarden Euro, was einem Minus von 12,5 Prozent entspricht, jedoch fiel dieser Rückgang vergleichsweise moderat aus. In der Heizungsbranche sank der Markt um stolze 25 Prozent, während der Boom bei Wärmepumpen einen Rückgang von 34 Prozent zu verzeichnen hatte.
Trotz des rauen Klimas konnte das Unternehmen Marktanteile ausbauen und zur positiven Performance im Bosch-Konzern beitragen. Auch die strukturellen Anpassungen wurden mit Bedacht vorgenommen. Mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahl um über fünf Prozent, von 14.600 auf 13.800, griff das Unternehmen auf strategische Maßnahmen wie Fluktuation und auslaufende befristete Verträge zurück.
Angesichts der wirtschaftlichen Lage könnten im Jahr 2025 allerdings weitere Anpassungsprogramme auf die Agenda kommen. Parallel dazu arbeitet Bosch an einer bedeutenden Übernahme: Die Akquisition von Teilen des Gebäudetechnik-Giganten Johnson Controls für rund 7,4 Milliarden Euro steht kurz vor dem Abschluss. Diese Maßnahme, die größte Akquisition in Boschs Geschichte, soll die Position im Heizungs-, Lüftungs- und Klimalösungsgeschäft insbesondere in den USA und Asien stärken.
Brockmann ist optimistisch, dass diese Investition planmäßig bis zur Jahresmitte abgeschlossen sein wird.

