Borderlands 4: Spieler findet nach 100h ultra-seltenen Drop & entfacht Debatte
Ein Akt schierer statistischer Unwahrscheinlichkeit hat in der Borderlands 4-Community für Furore gesorgt und wirft ein grelles Schlaglicht auf die kontroverse Loot-Philosophie des Spiels. Einem besonders ausdauernden Kammerjäger ist nach fast 100 Stunden Spielzeit und dem Erreichen der Maximalstufe mit drei verschiedenen Charakteren endlich das gelungen, wovon andere nur träumen können: Der erste Fund einer sogenannten Phosphen-Waffe. Diese auch als „Shiny“ bekannten Waffenvarianten sind die schillernden Einhörner des Arsenals – ultra-seltene Versionen legendärer Schießeisen, die zwar keinen spielerischen Vorteil bieten, aber einen permanenten, einzigartigen Skin freischalten.
Der Glanz des Unerreichbaren
Die Nachricht von diesem außergewöhnlichen Fund machte über den Reddit-Account des Spielers die Runde. Dort postete der Nutzer v1rg1nm4ry voller Euphorie ein Bild seiner Trophäe, die er sich nach einer schier endlosen Jagd redlich verdient hatte. Was diesen Fund so besonders macht, ist nicht nur die extreme Seltenheit des Gegenstandes an sich, sondern der schiere Aufwand, der dafür nötig war. Der Umstand, dass jemand nach 80 Stunden reiner Spielzeit, mit drei auf Stufe 50 gelevelten Charakteren – zwei davon sogar auf der Stufe „Ultimativer Kammerjäger 5“ – erst jetzt seine erste Phosphen-Waffe entdeckt, dient als brutales Fanal für die astronomisch niedrige Drop-Wahrscheinlichkeit dieser Items.
Ein Pulverfass namens Drop-Rate
Dieser einzelne Glücksmoment explodiert inmitten einer ohnehin schon schwelenden Kontroverse um die legendären Drop-Raten in Borderlands 4. Vor einigen Wochen teilte ein anderer Reddit-Nutzer eine Datentabelle, die nach 3.000 getöteten Bossen eine legendäre Drop-Wahrscheinlichkeit von ernüchternden 5 % offenbarte. Seitdem debattiert die Community hitzig darüber, ob Entwickler Gearbox mit dieser drastischen Reduzierung im Vergleich zu den Vorgängern den richtigen Weg eingeschlagen hat. Die offizielle Begründung, das Finden einer legendären Waffe wieder zu einem wirklich lohnenden Ereignis machen zu wollen, stößt bei vielen auf Unverständnis, die den Grind als bestrafend und demotivierend empfinden.
Eine Herausforderung jenseits von Gut und Böse
Für die noch selteneren Phosphen-Waffen bedeutet dies eine düstere Prognose. Nur Spieler mit der schier übermenschlichen Perseveranz eines v1rg1nm4ry scheinen überhaupt eine realistische Chance zu haben, auch nur eine dieser kosmetischen Kostbarkeiten in die Hände zu bekommen. Die ganze Absurdität dieser Design-Entscheidung wird durch eine Ingame-Herausforderung namens „Am hellsten leuchten“ auf die Spitze getrieben, die Spieler für das Sammeln aller 69 Phosphen-Varianten belohnt. Angesichts der Realität der Drop-Raten wirkt diese Aufgabe wie eine Sisyphusarbeit, die für die überwältigende Mehrheit der Spielerschaft auf ewig unerreichbar bleiben wird. Während sich also Hardcore-Grinder über solche Momente freuen, werden Gelegenheitsspieler womöglich nie auch nur eine einzige dieser schillernden Waffen zu Gesicht bekommen.
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