Börsenboom: Deutsche Indices erklimmen neue Höhen
Die deutsche Börsenlandschaft erlebte zum Jahresbeginn eine beeindruckende Aufwärtstendenz. Der Dax kletterte im frühen Handel auf ein neues Rekordhoch und erreichte zwischenzeitlich 24.825 Punkte. Dies übertrifft seinen bisherigen Höchststand aus Oktober, was einem Zuwachs von bis zu 1,2 Prozent entspricht. Bis zum Mittag hatte sich der Dax auf 24.713 Punkte eingependelt, was immer noch einen Gewinn von 0,7 Prozent bedeutet. Auch der MDax konnte mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 31.104 Punkte zulegen, während der EuroStoxx 50 seinen positiven Verlauf mit einem Anstieg von 0,7 Prozent fortsetzte.
Die deutschen Anleger setzen verstärkt auf ein wirtschaftliches Comeback, bedingt durch von der Regierung stimulierte Investitionen in die Infrastruktur und weniger bürokratische Hürden. Laut dem Analysten Frank Sohlleder von ActivTrades scheint der Markt diesen Optimismus in den Preisen widerzuspiegeln. Allerdings bleibt das Handelsvolumen, aufgrund der kürzlich vergangenen Feiertage, weiterhin niedrig, was die kurzfristige Stabilität der Marktbewegungen beeinflussen könnte.
Besonders gefragt waren Aktien aus der Automobilbranche sowie IT-Dienstleister, die sich sowohl auf mittelständische Kunden als auch auf staatliche Aufträge konzentrieren. Des Weiteren erlebten Rüstungsunternehmen eine Nachfragewelle: Rheinmetall, Hensoldt und Renk verzeichneten erhebliche Kursgewinne, da geopolitische Risiken wie der andauernde Ukraine-Konflikt und Spannungen zwischen den USA, Venezuela und Kolumbien bestehen bleiben. Die Unsicherheiten, die durch diese geopolitischen Entwicklungen hervorgerufen werden, halten die Märkte in Atem und könnten potenziell den Risikoappetit der Investoren dämpfen.
Unterdessen setzte sich der positive Trend bei Aixtron fort, beflügelt durch wohlwollende Analystenkommentare. Dies führte auch zu einer positiven Entwicklung bei Siltronic im Nebenwerte-Index SDax. Im Gegensatz dazu mussten Rückversicherer wie Munich Re und Hannover Re Verluste hinnehmen, da Analysten auf Preisdruck bei der Vertragserneuerung hinwiesen.

